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  • Max Ackermann

    Berlin 1887 - 1975 Unterlengenhardt/Bad Liebenzell_Biografie

    Komposition, 1973

    Farbserigraphie

    Rechts unten mit Bleistift signiert und datiert:

    "Max Ackermann, 1973"

    Links unten mit Bleistift limitiert:

    117/150

    Darstellungsgröße:48,5 x 31,5cm

    Blattgröße: 70 x 50cm

    Euro 780,-

    Die abstrakte Komposition von 1973 besteht überwiegend aus großen violetten Farbflächen auf schwarzem Grund sowie zwei dunklen breiten Streifen am oberen und einem gelben Kreis am unteren Bildrand. Kleinteiligere Elemente konzentrieren sich in einem senkrechten Streifen in der Mitte des Bildes: Unterhalb einiger Kreise mit schmalen Umrisslinien fügt Ackermann eine schmale schwarze Linie mit teilweise geschwungenem oder eckigem Verlauf hinzu. Zudem finden sich hier einzelne kleine Akzente in leuchtendem Grün und Gelb.

    Obwohl Max Ackermann bereits seit 1912 angeregt durch Adolph Hölzel gegenstandsfreie Arbeiten schafft, arbeitet er erst ab Ende der 1940er Jahre ausnahmslos abstrakt. In dieser Zeit wendet er sich – wohl inspiriert durch Ausstellungen amerikanischer Künstler – verstärkt der Serigraphie zu und stellt häufig in enger Zusammenarbeit mit den Pionieren des künstlerischen Siebdrucks in Deutschland Luitpold Domberger, Hans-Peter Haas und Roland Geiger bis zu seinem Tod über 200 Siebdrucke her.
    Unsere Serigraphie besticht durch den Komplementärkontrast von Violett und Gelb, der dem Werk in Kombination mit dem dunklen Hintergrund eine harmonische Wirkung verleiht. Interessant ist auch die schwarze Linie im Zentrum des Bildes, die sich zwischen zwei violetten Farbfeldern hindurch zu schlängeln scheint. Die oftmals die Werke Ackermanns dominierenden geometrischen Formen hat der Künstler hier auf Kreise am oberen und unteren Bildrand beschränkt.
     
     
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  • Alo Altripp

    Altrip 1906 - 1991 Wiesbaden

    ohne Titel, 1979

    Aquarell auf leichtem Karton

    Links unten signiert und datiert:

    "Altripp 79"

    Rückseitig nochmals signiert und datiert, sowie mit der Werknummer:

    "A 75/79" versehen.

    23,7 x 16,3cm

     

    Literatur und Abbildung:

    "Alo Altripp-Von Farben, Formen und Nichtfarben , Dr. Bernd Fäthke, 2009".

    Seite 44

     

     

    Euro 1.250,-

    Unser Aquarell von 1979 ist überwiegend in verschiedenen Blautönen gehalten, die Alo Altripp mit zum unteren Bildrand hin abnehmender Farbintensität in schwungvollen Pinselstrichen ausführt. Im Zentrum des Kartons befindet sich eine rundliche weiße Form. Die sichelförmige Struktur darüber ist mit Ausnahme eines schmalen Streifens mit dünnflüssiger blauer Farbe übermalt, sodass das Orange nur noch schwach unter dem Blau hindurchscheint.

    Von herausragender Bedeutung für das Œuvre Alo Altripps sind die von äußerster Kreativität und Produktivität geprägten 1930er Jahre, in denen er sein Farben- und Formenrepertoire für sein weiteres Werk erprobt. In dieser Zeit steht Altripp in intensivem Kontakt zu vielen Künstlerkollegen – hier ist neben Paul Klee, den Altripp zwischen 1935 und 1939 wiederholt in der Schweiz besucht, insbesondere Alexej von Jawlensky zu nennen, mit dem ihn seit 1934 eine intensive Freundschaft verbindet – und im Rahmen des Experimentierens mit unterschiedlichsten Farben, Formen, Techniken und Materialen beschäftigt er sich bereits vor der eigentlichen Entwicklung des Informel mit informeller Malerei.

    Der Wechsel zu Papier als Bildträger erfolgt in der Nachkriegszeit und Altripp beginnt – seiner neuen Vorliebe für Schwarz und Weiß folgend – mit einer Reihe von Kreidezeichnungen. Inspiriert durch das intensive Licht, das er während seiner Aufenthalte Anfang der 1960er Jahre im Tessin, in Italien und Griechenland erfährt, integriert Altripp wieder Farbe in seine Arbeiten und konzentriert sich in der Folge auf kleinformatige Aquarelle, in denen er seine eigene abstrakte Bildsprache offenbart.

    Ein schönes Beispiel dieser Aquarelle ist unser Blatt von 1979. Deutlich ist die expressive Malweise mit dynamischen Pinselstrichen erkennbar, die zum Teil über die gesamte Bildfläche reichen. Mit der Form im Zentrum des Bildes zeigt sich ein besonderes Merkmal der Arbeiten Altripps, da der Künstler nie reine geometrische Formen wie Kreis, Dreieck, Rechteck oder Quadrat verwendet. So stellt sich auch das zentrale Element unseres Aquarells als Mischung aus Kreis und Dreieck mit abgerundeten Ecken dar. Auch die farbliche Gestaltung ist dem Künstler hervorragend gelungen, wendet er hier doch den Komplementärkontrast von Orange und Blau an, der Assoziationen an einen Sonnenuntergang weckt.

     

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  • . Anatol

    Insterburg 1931 - lebt in Düsseldorf_Biografie

    Am Main, 1991

    Multiple, Exemplar 14/30

    Materialbild (Dispersion, Bleistift und Blei) auf Holz

    Links unten signiert und 1991 datiert

    Größe: 17,8 x 31,5 cm
     


    Jahresgabe des Nassauischen Kunstvereins Wiesbaden 1991

    Euro 600,-

    Bei dem Multiple „Am Main“ von 1991 handelt es sich um ein Materialbild mit der Darstellung einer Fußschale und eines stilisierten Fisches auf einer weißen Fläche mit orangefarbenem Hintergrund. Als Bildträger verwendet Anatol einfache orangefarbene Holzbretter mit starken Gebrauchsspuren, die er zur Hälfte mit weißer Farbe versieht, sodass der Eindruck einer Tischplatte entsteht. Die Schale mit schlankem, gedrehtem Fuß auf der linken Seite zeichnet der Künstler mit Bleistift. Der Fisch ist als Bleifigur auf die bemalte Holzfläche montiert.

    Als Schüler von Joseph Beuys ist Anatol stark von dessen Kunstverständnis beeinflusst, demzufolge die Trennung von Kunst und Leben aufzuheben ist. Entsprechend des erweiterten Kunstbegriffes steht Anatols künstlerisches Schaffen unter dem Motto „Kunst ist Arbeit, Arbeit ist Kunst“ und er bezieht auch bewusst das Publikum mit ein. So wird seine öffentliche Arbeit auf der Museumsinsel Hombroich häufig begleitet von Diskussionen mit den Besuchern, die damit aktiv an der Gestaltung der Kunstwerke teilhaben.
    Anatols Auseinandersetzung mit seinem Glauben und der Bibel, die ihm auch als Inspiration für seine Arbeit dient, sowie mit dem Leben selbst als Werden und Vergehen, Geburt und Tod findet Ausdruck in seinen Kunstwerken. So integriert der Künstler wiederholt bestimmte Elemente in seine Werke, wie die Kreuzblume als Symbol für die Kraft des Lebens und den Schmetterling als Symbol der Metamorphose – entweder in der Ursprungsform als Raupe bzw. Puppe oder in der Endstufe als bunter Schmetterling. Desweiteren kehrt der Fisch in Anatols Werk häufig wieder, so auch auf unserem Materialbild. Das Symbol des Fisches stammt aus der Zeit des Urchristentums und findet sich bereits in der frühchristlichen Kunst als Sinnbild des christlichen Glaubensbekenntnisses und des auferstandenen Christus.
     
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© Copyright 2010 Galerie und Kunsthandel Draheim. Alle Rechte vorbehalten. Impressum

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