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  • Joseph Beuys

    Krefeld 1921 - 1986 Düsseldorf_Biografie

    Wirtschaftswert

    Signierte und mit "Wirtschaftswert" betitelte Gelatinetüte der "VEB Gewürzmühle Magdeburg"
    Größe: 11,7 x 7,5 cm

    Euro 1.250,-

    Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine braune, hochrechteckige Papiertüte mit dem leicht schräg gesetzten Stempel der VEB Gewürzmühle Magdeburg in der unteren rechten Ecke. Dieser gibt neben dem Firmennamen auch den Inhalt, das Füllgewicht, den Preis sowie diverse Nummern an. In der oberen Hälfte der Tüte befindet sich – ebenfalls leicht schräg – mit Bleistift ausgeführt die Signatur „Joseph Beuys“ und die Bezeichnung „1 Wirtschaftswert“.

    Seit den 1960er Jahren verwendet Beuys neben den herkömmlichen Materialien des Bildhauers vorgefundene Gegenstände, die er miteinander kombiniert oder – wie bei unserem Werk – mit Zusätzen oder Anmerkungen versieht.

    Diese Gelatinetüte steht im Zusammenhang mit einer Installation Beuys’ aus dem Jahr 1980 mit dem Titel „Wirtschaftswerte“, die 1984 in der Ausstellung von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf unter der kuratorischen Leitung von Kaspar König in der Messe Düsseldorf gezeigt wurde: Der Künstler arrangierte überwiegend aus der DDR stammende Lebensmittel in Tüten, Schachteln, Dosen und Gläsern – wie unsere Arbeit mit seiner Signatur und der Bezeichnung „Wirtschaftswert“ versehen – auf sechs Eisenregalen und positionierte davor einen gegossenen Gipsquader, dessen abgebröckelte Ecken und Kanten mit Fett bestrichen waren. Den Hintergrund dieser an ein Warenlager erinnernden Installation bildeten historische Gemälde, die damit als traditionelle Kunstwerke einen Gegenpol zu den alltäglichen Objekten darstellten

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  • Joseph Beuys

    Krefeld 1921 - 1986 Düsseldorf_Biografie

    Wirtschaftswert

    Signierte, mit "Wirtschaftswert" betitelte und dem Stempel "FREE INTERNATIONAL UNIVERSITY" versehene "Rosenkohlpackung" der "Volkseigenen Saatgutbetriebe der DDR"
    Größe: 10,5 x 7 cm

    Euro 1.250,-

    Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine bräunliche, hochrechteckige Papiertüte mit gelben Streifen. Außer der gedruckten Firmenbezeichnung der Volkseigenen Saatgutbetriebe der DDR in grüner Schrift auf gelbem Grund, befindet sich im Zentrum die Kennzeichnung des Inhalts, des Füllgewichts, des Preises sowie diverse Nummern. Beuys versieht die Verpackung zudem mit dem runden Stempel der Free International University sowie seiner Signatur und der Bezeichnung „1 Wirtschaftswert“.

    Um 1960 beendet Beuys seine konventionelle bildhauerische Tätigkeit und wendet sich auch experimentellen künstlerischen Aktivitäten zu. Grundlage seiner Objektkunst sind – wie bei unserem Werk – häufig vorgefundene Gegenstände.
    Unsere Verpackung der Rosenkohlsamen steht im Zusammenhang mit einer Installation Beuys’ aus dem Jahr 1980 mit dem Titel „Wirtschaftswerte“. Der Künstler arrangierte hierfür überwiegend aus der DDR stammende Lebensmittel in Tüten, Schachteln, Dosen und Gläsern – wie unsere Arbeit mit seiner Signatur und der Bezeichnung „Wirtschaftswert“ versehen – auf sechs Eisenregalen und positionierte davor einen gegossenen Gipsquader, dessen abgebröckelte Ecken und Kanten mit Fett bestrichen waren. Den Hintergrund dieser an ein Warenlager erinnernden Installation bildeten historische Gemälde, die damit als traditionelle Kunstwerke einen Gegenpol zu den alltäglichen Objekten darstellten.
    Die Free International University, auch Freie Internationale Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung oder Freie Internationale Universität genannt – gegründet am 27. April 1973 von Joseph Beuys, Klaus Staeck, Georg Meistermann und Willi Bongard in Beuys’ Düsseldorfer Atelier – sollte der Gesellschaft als Plattform zur offenen Kommunikation ihrer sozialen Zukunft dienen. Das Hauptanliegen des Vereins, der bis 1988 bestand, war die grundlegende Erneuerung des Bildungswesens.
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  • Deutscher Bildhauer

    um 1920

    Frauenbüste, 1920

    Marmor, 1920

    Höhe: 56cm

    unsigniert

    Euro 3.800,-

    Unsere Marmorbüste ist das Hüftbild eines weiblichen Aktes mit gesenktem Kopf. Den angewinkelten rechten Arm hält die Figur vor der Brust, während sie mit der linken Hand ihre Scham mit einem Tuch bedeckt. Der Blick ist nach unten gerichtet und die Haare schlicht frisiert.

    Es handelt sich um eine Skulptur der griechischen Göttin Aphrodite, die aufgrund der scheuen Pose dem Typus der Venus pudica zuzuordnen ist. Dieser Typus geht zurück auf die antike, lebensgroße Statue der Aphrodite von Knidos des attischen Bildhauers Praxiteles, die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Schönheit große Berühmtheit erlangte. Obwohl das Original nicht erhalten ist, kann das Aussehen des Aktes durch Beschreibungen und erhaltene Kopien rekonstruiert werden: Die Göttin der Liebe ist stehend in Kontrapost mit Stand- und Spielbein mit der rechten Hand ihre Scham bedeckend dargestellt. In der linken Hand hält sie ihr Gewand, das auf einer am Boden stehenden Vase aufliegt; der Kopf ist zur Seite gewandt. Zu den zahlreichen Varianten dieser berühmten Statue zählt auch die so genannte Aphrodite Medici, auch Medici Venus genannt, die sich heute in den Uffizien befindet. Diese Marmorskulptur ist die römische Kopie einer griechischen Statue, die durch Praxiteles’ Aphrodite angeregt wurde: Die Liebesgöttin steht in Kontrapost mit zur Seite gewandtem Kopf auf einem Podest, während sie mit der angewinkelten rechten Hand die Brust und mit der linken den Schoß verdeckt. Zu ihren Füßen reiten zwei Eroten auf einem Delphin. Zudem befindet sich ein Baumstamm hinter ihrem linken Bein.
    Die Position der Hände unserer Büste erinnert an die Handhaltung der Aphrodite Medici, doch positioniert der Bildhauer unseres Aktes sie direkt am Körper und betont die keusche Pose der Figur zusätzlich durch den gesenkten Blick. Insgesamt verstärkt die leicht nach vorn geneigte Kopf- und Körperhaltung zusammen mit den dicht an den Körper gepressten Armen die nach innen gekehrte Haltung und Sensibilität der Figur.
    Im Rückgriff auf den klassischen Typus der Venus pudica im Allgemeinen und der Variante der Aphrodite Medici im Speziellen folgt unser Künstler einer langen Tradition: So übernimmt beispielsweise auch Sandro Botticelli – mit Ausnahme der Kopfhaltung – die Pose der Aphrodite Medici, die sich damals in der Sammlung Medici befindet, für sein berühmtes Gemälde „Die Geburt der Venus“. Beide Künstler variieren die Pose hinsichtlich der linken Hand der Figur: Während Botticellis Venus ihre Scham mithilfe ihrer Haar bedeckt, verwendet unser Bildhauer ein Tuch.
     
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© Copyright 2010 Galerie und Kunsthandel Draheim. Alle Rechte vorbehalten. Impressum

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