Rudolf Jacobi
Mühlhausen 1889 - 1972 München_Biografie
Nach einer Lehre als Theatermaler studiert Rudolf Jacobi von 1907 bis 1914 an der Berliner Akademie und wird Meisterschüler von Friedrich Kallmorgen. Ab 1912 stellt er seine Landschaften und Stadtansichten auf diversen Ausstellungen aus. Während des ersten Weltkrieges dient Jacobi als Soldat bei einer Fliegerabteilung und lässt sich anschließend als freier Maler in Berlin nieder. Zwischen 1919 und 1921 hält sich Jacobi wiederholt an den Küsten Pommerns und Schleswigs auf und malt dort zahlreiche Gemälde und Aquarelle mit landschaftlichen Motiven. 1921 heiratet er die Malerin Annot (eigentlich Anna-Ottilie) Krigar-Menzel, eine Großnichte Adolph von Menzels. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in Positano besucht das Ehepaar 1926 bis 1928 die Malschule von André Lhote in Paris. Anschließend eröffnen die beiden Maler die Malschule Annot in Berlin, die 1933 durch die Nationalsozialisten geschlossen wird. Rudolf und Annot Jacobi emigrieren daraufhin in die USA, kehren nach einem längeren Aufenthalt in Puerto Rico 1967 nach Deutschland zurück und lassen sich in München nieder.
Das Œuvre Rudolf Jacobis umfasst neben einer großen Anzahl von Landschaften und Stadtansichten diverse Bildnisse, Akte sowie Stillleben – Jacobi blieb dabei immer dem Gegenständlichen verbunden.


