Komposition, 1966
Farbige Kreide auf Karton
Rechts unten signiert:
:"A.Hennig"
Größe: 22,5 x 30,5 cm
Euro 1.900,-
Die abstrakte Komposition von 1966 zeigt Linien, Flächen und geometrische Formen auf schwarzem und lilafarbenem Grund. In der rechten Bildhälfte dominieren größere Farbflächen, die sich teilweise überlagern, sowie kleinere und größere Dreiecke mit kontrastreichen oder durch die Farbintensität betonten Konturlinien. Die linke Seite dagegen prägen ein großer Kreis mit grüner Umrisslinie und ein orange-blaues Element, das entfernt an ein stilisiertes Gebäude erinnert. Schmale, kantige Linien in zartem Orange und leuchtendem Rot verbinden beide Bildhälften miteinander.
Albert Hennigs künstlerische Tätigkeit wird bereits während der Ausbildung – nach autodidaktischen, fotografischen Anfängen ist er einer der letzten Bauhaus-Schüler – durch die Nationalsozialisten unterbrochen und anschließend durch die Kulturpolitik der DDR stark behindert. Erst mit Beginn seiner Rente widmet sich Hennig 1972 wieder ausschließlich der Malerei. Er schafft sowohl gegenständliche als auch abstrakte Kompositionen und kombiniert auch abbildende mit abstrakten Elementen in einem Werk. Hennigs Œuvre umfasst neben einer Vielzahl an Zeichnungen auch Aquarelle, Pastelle, farbige Monotypien und Holzschnitte, wobei er ein kleines Format bevorzugt.
Hennig konzentriert sich bei unserer abstrakten Komposition überwiegend auf geometrische Formen und die farbliche Gestaltung mit Komplementärkontrasten. So finden sich in dem stilisierten Gebäude in der oberen linken Ecke die komplementären Farben Orange und Blau; darüber hinaus kontrastiert die grüne Umrisslinien des Kreises mit den leuchtend roten Linien, die zudem in der rechten Bildhälfte zu einer geometrischen Figur verbunden sind. Damit erzielt der Künstler eine harmonische und durch die sich gegenseitig verstärkenden, leuchtenden Farben dennoch anregende Wirkung.
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