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  • Karl Hubbuch

    Karlsruhe 1891 - 1979_Biografie

    Weiblicher Akt mit Zigarette

    Tuschezeichnung, 1927
    Rechts unten Stempelsignatur: "Hubbuch"

    Größe: 28 x 21,5 cm

    Euro 1900,- (ohne Rahmen)

    Die Tuschezeichnung „Weiblicher Akt mit Zigarette“ von 1927 zeigt einen stehenden weiblichen Akt mit zum Mund geführter Zigarette in der rechten Hand. Die linke Hand hinter dem Rücken positioniert lehnt die schlanke, junge Dame dem Betrachter leicht nach links abgewandt wohl an einer Brüstung, die nur skizzenhaft ausgeführt ist. Der Hintergrund ist mit Ausnahme einiger kurzer, senkrechter Linien am linken und rechten Bildrand undefiniert.

    Karl Hubbuch studiert zunächst zwischen 1908 und 1912 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Walter Georgi und wechselt anschließend in die Grafikklasse von Emil Orlik an der Lehranstalt des Kunstgewerbemuseums in Berlin. Nach einem vierjährigen, freiwilligen Kriegsdienst setzt er seine künstlerische Ausbildung als Meisterschüler in der Radierklasse von Walter Conz an der Karlsruher Akademie und ab 1922 an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin wiederum bei Emil Orlik fort.
    Zur Entstehungszeit unserer Tuschezeichnung sind Hubbuchs Arbeiten bereits in diversen bedeutenden Ausstellungen vertreten – unter anderem 1925 in der wegweisenden, von Gustav Friedrich Hartlaub konzipierten Ausstellung „Neue Sachlichkeit“ in Mannheim und in einer Gemeinschaftsausstellung mit Otto Dix und George Grosz in der Galerie Neumann-Nierendorf in Berlin – und der Künstler lehrt selbst an der Karlsruher Akademie.
    Den weiblichen Akt mit Zigarette führt der Künstler in skizzierender, dynamischer Linienführung aus. Mit ihrer aufrechten Körperhaltung, dem leicht nach oben geneigten Kopf und den lässig übereinander gelegten Beinen strahlt die junge Frau trotz ihrer Nacktheit ein hohes Maß an Selbstbewusstsein und Ungezwungenheit aus; sie präsentiert ihren nackten Körper wie selbstverständlich in einer scheinbar alltäglichen Situation. Damit ist sie ein typisches Beispiel für die starken und selbstbewussten Frauen, denen sich Hubbuch in den 1920er Jahren intensiv in seinen Zeichnungen widmet. Wie bei unserer Tuschezeichnung tritt bisweilen ein narratives Moment auf, das beim Betrachter Assoziationen an die weiteren Umstände der Szene weckt.
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  • Karl Hubbuch

    Karlsruhe 1891 - 1979_Biografie

    Weiblicher Akt, lachend

    Tuschezeichnung, 1927
    Rechts unten Nachlasstempel: "K.H. Nachlass"

    Größe: 27 x 22,5 cm

    Euro 1.600,-
    (ohne Rahmen)

     

     Die Tuschezeichnung „Weiblicher Akt, lachend“ von 1927 zeigt das Hüftbild eines stehenden weiblichen Aktes, den Kopf mit einem breiten Lachen im Gesicht in den Nacken geworfen. Vom Betrachter leicht nach rechts abgewandt stemmt die schlanke, junge Frau ihre rechte Hand in die Hüfte, während die Hand des nach oben angewinkelten linken Armes in ungewöhnlich gedrehter Position unterhalb des Kinns ruht.
    Karl Hubbuch studiert vor und nach dem Ersten Weltkrieg an verschiedenen Lehranstalten in Karlsruhe und Berlin und widmet sich in den 1920er Jahren in seinen Zeichnungen und Gemälden vor allem figürlichen Darstellungen des großstädtischen Lebens im Stil der Neuen Sachlichkeit und des Verismus. Parallel zu seiner künstlerischen Tätigkeit lehrt er ab 1925 auch an der Akademie in Karlsruhe.
    Mit dynamischer, klarer Strichführung zeichnet Hubbuch den lachenden Akt in einem sicheren, flüssigen Zeichenstil und präsentiert damit eine seiner für die 1920er Jahre typischen selbstbewussten Frauen. Außergewöhnlich ist die Körperhaltung der Figur: Während die an die Hüfte gelegte rechte Hand an eine Pose erinnert, wirkt die Handhaltung der linken Hand ungewöhnlich, insbesondere der fast rechtwinklig zur Seite angewinkelte kleine Finger. Im Fokus der Aufmerksamkeit steht jedoch das ausgelassene Lachen der jungen Frau mit geöffnetem Mund und sichtbaren Zähnen, das auf den Betrachter durchaus ansteckend wirkt.
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  • Karl Hubbuch

    Karlsruhe 1891 - 1979_Biografie

    2 Frauen

    Tuschezeichnung, 1927
    Rechts unten signiert: "Hubbuch"

    Größe: 22,5 x 29 cm

    Euro 1.600,-

    Die Tuschezeichnung „Zwei Frauen“ von 1927 zeigt die skizzenhafte Darstellung zweier an einem Tisch sitzender, Karten spielender Frauen in Seiten- bzw. Frontalansicht. Die Ellenbogen auf die Tischplatte gelegt halten die Kartenspielerinnen jeweils in ihrer rechten Hand die nur skizzierend angedeuteten, aufgefächerten Karten. Vor der linken, im Profil dargestellten Figur steht ein zur Hälfte gefülltes Likörglas mit schmalem Stiel. Die Blicke beider Frauen sind nach rechts, außerhalb der Darstellung gerichtet.

    Nach seinem Studium in Karlsruhe und Berlin stellt Karl Hubbuch seine Werke ab den 1920er Jahren im Rahmen bedeutender Ausstellungen in Deutschland aus. Motivisch steht für den Künstler zu dieser Zeit die Darstellung des Lebens in der Großstadt im Zentrum, wobei er das Hauptaugenmerk auf seine Mitmenschen mit all ihren Schwächen und Nöten legt. Seine Werke zeigen eine neusachliche und veristische Ausrichtung und weisen bisweilen auch sozialkritische und politische Tendenzen auf.
    Bei unserer Tuschezeichnung widmet sich Hubbuch insbesondere der Darstellung der Gesichter, die er mit kräftigen Linien ausführt und zusätzlich durch tiefschwarze Akzente betont. Im Gegensatz dazu sind die Körper der Figuren – insbesondere die Hände, aber auch die Kleidung – und der Tisch nur skizzierend angedeutet; auf einen Hintergrund, der die Umgebung des Kartenspiels näher bestimmt, verzichtet der Künstler völlig. Charakteristisch für seine Arbeiten der 1920er präsentiert Hubbuch hier eine alltägliche Szene des großstädtischen Lebens. Durch die leicht nach rechts geneigte Haltung und die zum Mund geführte Hand der Kartenspielerin rechts, die einem Tischnachbarn etwas zuzuflüstern scheint, tritt diese – und durch ihre Blickrichtung auch ihre Begleiterin – mit ihrer Umgebung in Kontakt. Somit lässt sich vermuten, dass es sich bei unserer Zeichnung um den Ausschnitt einer umfangreicheren Szenerie handelt, der den Künstler in besonderem Maße interessiert hat.
     
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© Copyright 2010 Galerie und Kunsthandel Draheim. Alle Rechte vorbehalten. Impressum

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