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  • Karl Fred Dahmen

    Stolberg/Aachen 1917 - 1981 Preinersdorf_Biografie

    ohne Titel, 1964

    Mischtechnik (Collage, Öl, Kreide)

    Rechts unten signiert und datiert:

    "Dahmen 64"

    Rückseitig signiert, datiert und bezeichnet"

    52 x 41cm

    Provenienz:

    Privatsammlung Schweiz

    Die Arbeit ist im Archiv Karl Fred Dahmen von Herrn Thomas Weber registriert 

     

    Euro 9.800,-

    Die unbetitelte Arbeit von 1964 zeigt eine abstrakte Komposition aus gedämpften, erdigen Tönen mit reliefierter Oberfläche und einigen Akzenten in den Primärfarben Blau, Rot und Gelb. Den überwiegenden Raum nehmen die dunklen, fast schwarzen Bereiche ein, die allerdings nicht deckend gearbeitet sind, sondern diverse Ritzen und Spalten aufweisen, die an einigen Stellen den Blick auf den Bildträger freigeben. Neben den flächigen blauen Kreidespuren am Bildrand treten die zackenförmigen Strukturen in Rot und Gelb am oberen Rand besonders hervor.
    Es handelt sich hier um ein spätes Beispiel der „terrestrischen Materialbilder“ Dahmens, die – vom Eindruck des Braunkohleabbaus in der Nähe seiner Heimatstadt Stolberg beeinflusst – bis Mitte der 1960er Jahre entstehen: Der Künstler trägt hierfür eine breiartige Mischung (meist aus Farbpigmenten, Sand oder Bimsmehl) auf den Bildgrund auf und bearbeitet diese während des Trocknens mit Pinsel oder Spachtel. Auf der Bildoberfläche entsteht eine pastose, von Furchen durchzogene Struktur, die an das Aufbrechen der Erdoberfläche durch den Braunkohleabbau erinnert. Bei unserer Arbeit fügt Dahmen zusätzlich farbige Kreidespuren hinzu und erzielt damit eine besonders ausdrucksstarke Wirkung.
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  • Karl Fred Dahmen

    Stolberg/Aachen 1917 - 1981 Preinersdorf_Biografie

    Komposition, 1976

    Mischtechnik auf Papier, signiert und 1976 datiert

    Blattgröße: 63 x 44,5 cm

    Die Arbeit ist im Archiv Karl Fred Dahmen von Herrn Thomas Weber registriert 

     

    Euro 4.800,-

     Das Blatt „Komposition“ von 1976 zeigt einen flächigen, überwiegend in Blautönen gehaltenen Aufbau mit einzelnen feinen, weißen Linien auf einem braunen, teilweise sichtbaren Hintergrund. Abgesehen von einem breiten Streifen am unteren Bildrand ist die gesamte Bildfläche mit blauer Farbe unterschiedlicher Intensität überzogen, die großflächig, meist dünn mit teilweise durchscheinendem Hintergrund aufgetragen ist. Nur einzelne, verlaufende Farbtropfen ragen in den Streifen hinein. Im unteren Viertel der Komposition befindet sich zudem eine diagonal angeordnete, längliche Struktur, die verschiedene Assoziationen weckt. Neben den meist diagonal verlaufenden weißen Linien sind zudem dunkle, parallel verlaufende, horizontale Geraden im Hintergrund erkennbar.

    „Komposition“ entsteht zwei Jahre vor Dahmens Umzug innerhalb des Chiemgaus, der den Beginn seines Spätwerks markiert. Merkmale dieser letzten Arbeiten des Künstlers sind neben dem meist monochromen, flächigen Hintergrund horizontal verlaufende Furchen und die Einfügung von hieroglyphischen Zeichen. Unser Blatt lässt mit seiner Beschränkung auf einen Farbton für den Hintergrund und den horizontalen Linien – diese sind im Gegensatz zu den Spätwerken nicht eingeritzt – bereits Ansätze dieser Phase erkennen.
     
     
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  • Karl Fred Dahmen

    Stolberg/Aachen 1917 - 1981 Preinersdorf_Biografie

    Chiemgaulegende, 1972

    Objektkasten mit verschiedenen Materialien

    Mittig oben signiert und datiert:

    "K.F. Dahmen 1972"

     
    Kastengröße: 56,5 x 40,5 x 10 cm

    Verso auf altem Galerieetikett beschriftet und 1972 datiert

    Die Arbeit ist im Archiv Karl Fred Dahmen von Herrn Thomas Weber registriert. 

     

    Euro 6.800,-

    Die Arbeit „Chiemgaulegende“ von 1972 ist ein dreidimensionaler Objektkasten mit einem hochrechteckigen, in zwei Teile geteilten, grünen Polster im Zentrum eines ebenfalls grünen Hintergrundes. Zwischen den beiden Polsterteilen befindet sich im oberen Drittel ein horizontales, lineares Band aus aufgestellten Borsten.
    Diese so genannten „Polsterbilder“ – verglaste, dreidimensionale Objektkästen mit grünen oder weißen Polstern sowie verschiedenen Fundstücken – entstehen ab 1967 und lassen sich in fünf unterschiedliche Serien unterteilen (Chiemgaulegende, Galgenbilder, Bonanza, Tele-Landschaften und Marter). Es handelt sich wiederum um das Resultat der Auseinandersetzung Dahmens mit seiner unmittelbaren Umgebung. Thema der „Polsterbilder“ ist somit die Chiemgauer Landschaft mit ihren grünen Wiesen bzw. dem winterlichen Weiß des Schnees, kombiniert mit auf den Menschen verweisenden Gegenständen.
    Auffällig bei unserem „Polsterbild“ sind die strenge Symmetrie und die Schlichtheit der Komposition; beide Eigenschaften sind als Merkmale der „Polsterbilder“ – insbesondere in die Serie der Chiemgaulegende – in vielen Arbeiten präsent, jedoch meist nicht in ähnlich ausgeprägtem Maße umgesetzt.
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© Copyright 2010 Galerie und Kunsthandel Draheim. Alle Rechte vorbehalten. Impressum

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