Chiemgaulegende, 1972
Objektkasten mit verschiedenen Materialien
Mittig oben signiert und datiert:
"K.F. Dahmen 1972"
Kastengröße: 56,5 x 40,5 x 10 cm
Verso auf altem Galerieetikett beschriftet und 1972 datiert
Die Arbeit ist im Archiv Karl Fred Dahmen von Herrn Thomas Weber registriert.
Euro 6.800,-
Die Arbeit „Chiemgaulegende“ von 1972 ist ein dreidimensionaler Objektkasten mit einem hochrechteckigen, in zwei Teile geteilten, grünen Polster im Zentrum eines ebenfalls grünen Hintergrundes. Zwischen den beiden Polsterteilen befindet sich im oberen Drittel ein horizontales, lineares Band aus aufgestellten Borsten.
Diese so genannten „Polsterbilder“ – verglaste, dreidimensionale Objektkästen mit grünen oder weißen Polstern sowie verschiedenen Fundstücken – entstehen ab 1967 und lassen sich in fünf unterschiedliche Serien unterteilen (Chiemgaulegende, Galgenbilder, Bonanza, Tele-Landschaften und Marter). Es handelt sich wiederum um das Resultat der Auseinandersetzung Dahmens mit seiner unmittelbaren Umgebung. Thema der „Polsterbilder“ ist somit die Chiemgauer Landschaft mit ihren grünen Wiesen bzw. dem winterlichen Weiß des Schnees, kombiniert mit auf den Menschen verweisenden Gegenständen.
Auffällig bei unserem „Polsterbild“ sind die strenge Symmetrie und die Schlichtheit der Komposition; beide Eigenschaften sind als Merkmale der „Polsterbilder“ – insbesondere in die Serie der Chiemgaulegende – in vielen Arbeiten präsent, jedoch meist nicht in ähnlich ausgeprägtem Maße umgesetzt.
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