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  • Walter Dahn

    1954 in St. Tönis bei Krefeld_Biografie

    M.S., 1988

    Acryl auf Leinwand

    Rückseitig  signiert und datiert:

    „Walter Dahn 1988“

    135,5 x 55,5 cm

    Provenienz: Galerie Meyer-Ellinger, 1989

    (Originalrechnung)

     

     

    6.500,-

    Das Gemälde „M.S.“ von 1988 zeigt in schmalem Hochformat zwei Schwarz-Weiß-Darstellungen eines jungen Mädchens. Die beiden übereinander angeordneten Brustbilder weisen eine identische Komposition auf: Den Körper abgewandt blickt das Mädchen den Betrachter freundlich lächelnd an, während es mit der rechten Hand ein Blatt Papier mit einer (Kinder-)Zeichnung präsentiert. Die obere Darstellung ist im Gesicht feiner gearbeitet und von einigen leuchtend gelben Farbtupfen überlagert, während die untere Darstellung wie eine Reproduktion mit einigen Fehlstellen wirkt. Am Rand rechts sind zudem zwei weitere, angeschnittene Wiederholungen des Motivs erkennbar. Das untere Drittel der Leinwand ist nur mit einigen gelben und schwarzen Tönen versehen, die im leicht nach rechts verschobenen Zentrum konzentriert sind.
    Walter Dahn wendet verschiedene Techniken an, die „M.S.“ stilistische Eigenschaften einer druckgrafischen Arbeit verleihen: Neben der Beschränkung auf Schwarz und Weiß erinnert die Reihung des identischen Motivs an Druckverfahren, durch die eine Vielzahl identischer Blätter entstehen. Ein weiteres Merkmal der Druckgrafik ist zudem die Tatsache, dass – abhängig vom jeweiligen Druckverfahren und dem Material der Druckform – durch die wiederholte Benutzung der Druckform Abnutzungserscheinungen auftreten und sich damit eine allmähliche Abnahme in der Qualität der druckgrafischen Werke ergibt. Diese „Makel“ integriert der Künstler in seine Komposition, indem er die einzelnen Darstellungen nicht einheitlich und an jeder Stelle detailliert malt, sondern mithilfe von Auslassungen und Brüchen minimale Abweichungen innerhalb des Motivs schafft. Die sichtbaren „Fehlstellen“ könnten – wenn es sich z.B. um einen Siebdruck handeln würde – auf das Eintrocknen der Farbe im Sieb zurückgeführt werden. Dahn allerdings erhält diese Wirkung allein durch seine Maltechnik mit Acrylfarbe.
    Dahn stellt zeitgleich mit diesem Gemälde tatsächlich auch diverse Siebdrucke her. Denn „M.S.“ reiht sich zeitlich in Dahns Werke der späten 1980er Jahre ein, als der Künstler den Siebdruck als sein bevorzugtes Verfahren entdeckt und in der Folge Einzelwerke und kleine Serien mit dieser Technik herstellt.
    Ein besonderer Reiz unseres Gemäldes liegt auch in der farblichen Gestaltung dieser außergewöhnlichen Komposition. Hauptsächlich reduziert auf den Schwarz-Weiß-Kontrast bilden nur einige gelbe und violette Spuren farbige Akzente und verleihen dem Werk damit eine lebendige Wirkung.
     
     
     
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  • Salvador Dali

    1904 - Figueras - 1989_Biografie

    Begonia (Anacardium recordans)

    Farbradierung auf Japanpapier von 1968
    Rechts unten signiert:"Dali"
    Links unten limitiert:"150/175"

    Darstellungsgröße: 58,5 x 38,5cm
    Blattgröße: 76 x 56cm

    Seltenes Blatt der Auflage auf Japanpapier

    Werkverzeichnis Michler/Löpsinger: NR. 233

    Euro 3.800,-

    Unsere Farbradierung auf Japanpapier von 1968 zeigt die surrealistische Komposition einer großen Pflanze mit einigen kleinen menschlichen Figuren und Objekten. Den überwiegenden Teil des Blattes nehmen die weit verzweigten Äste und Blätter der Pflanze ein, die aus einem dünnen Baumstamm erwächst. Die gelben und roten Äste und Zweige tragen überdimensional große, ovale grüne Blätter und kleine stilisierte Herzen. Zwischen zwei Ästen befindet sich im leicht nach links verschobenen Zentrum ein riesiges, von einem Netz aus blauen und roten Blutgefäßen überzogenes menschliches Herz, dessen Aorta und obere Hohlvene abgetrennt sind. Auf einer mit zentralperspektivischen Linien versehenen Ebene befinden sich im unteren Bereich des Blattes schemenhaft dargestellte Personen – auf der linken Seite liegt eine Figur auf einen Arm gestützt am Boden; rechts kniet eine Figur vor einer weiteren Person mit einem langen Stab; in der Ferne befinden sich weitere undeutliche Figuren – sowie ein Springbrunnen und im Zentrum ein ovales Objekt in Form eines auf der Seite liegenden, stilisierten Kopfes.

    Bei unserer Radierung handelt es sich um ein Blatt aus Salvador Dalis Mappenwerk „Flordali – Flora Dalinae“ von 1967/68, das aus 10 pseudo-botanischen Kaltnadelradierungen besteht. Diese Serie wurden von den Ateliers Rigal gedruckt und anschließend vom Atelier l’Ibis in Pochoir-Technik überarbeitet.
    Die Inspiration für dieses Mappenwerk findet Dali in floralen Motiven des Musée d’histoire naturelle, die von Pierre Joseph Redouté (1759 – 1840), einem berühmten flämischen Aquarellisten und Begründers der botanischen Blumenmalerei, gemalt wurden. Zu dessen bedeutendsten Werken zählen zwei Blumenbücher über Lilien und Rosen: „Liliacées“ wurde in acht Bänden zwischen 1802 und 1816 veröffentlicht und das dreibändige Rosenbuch „Les Roses“ erschien in erster Auflage zwischen 1817 und 1824 und beinhaltet neben Redoutés botanischen Darstellungen auch beschreibende Texte von Claude Antoine Thory.
    Dali fertigt die Blätter seiner Serie „Flordali – Flora Dalinae“ im Stil dieser wissenschaftlichen Darstellungen an, deutet sie jedoch surrealistisch um und ergänzt die Komposition durch figürliche Elemente. So finden sich bei unserer Farbradierung seine typischen, aus parallelen, dicht nebeneinander gesetzten Linien aufgebauten Figuren, die der Künstler um 1970 häufig für seine figürlichen Darstellungen – wie z.B. für Don Quijote und Sancho Pansa – verwendet.
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  • Salvador Dali

    1904 - Figueras - 1989_Biografie

    STAFF OF AESCULAPIUS

    Filzstift auf 2 Blättern
    Signiert und datiert auf 1973

    Blattgröße: 29,5 x 20,5 cm

    Gutachten Michler.

    Euro 4.800,-

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© Copyright 2010 Galerie und Kunsthandel Draheim. Alle Rechte vorbehalten. Impressum

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