Blumenstillleben
Öl auf Leinwand
Unten mittig signiert und datiert:
"F 1935"
Größe: 73,5 x 59,5cm
Provenienz:
Privatsammlung USA
Franz Frank Ausstellung "...mit der Farbe musizieren" im Freilichtmusem Hessenpark, Neu Anspach, 2009
Euro 4.800,-
Das Blumenstillleben von 1935 zeigt einen üppigen Blumenstrauß mit Mohn und Margeriten in einer großen, blauen Vase vor hellem Hintergrund. Mit breitem Pinselstrich und pastosem Farbauftrag gemalt weist das Gemälde eine bunte Farbigkeit auf.
Während seiner künstlerischen Ausbildung 1921 bis 1925 an der Stuttgarter Kunstakademie beeinflussen Franz Frank weniger seine Professoren als vielmehr befreundete Maler und vor allem die Gemälde Emil Noldes und die Arbeiten Lovis Corinths. Nach ersten Ölgemälden im Jahre 1924 widmet sich Frank sowohl sozialkritischen Themen – u.a. illustriert er 1928 in einer graphischen Bildermappe das kommunistische Manifest von Marx und Engels, findet jedoch keinen Verleger – als auch Landschaften, Stillleben und Familienbildern. In den 1930er Jahren gelten den Nationalsozialisten die Werke Franks als „entartet“ und er wird aus dem Lehramt an der Pädagogischen Akademie in Kassel entlassen. Daher arbeitet Frank im Verborgenen und konzentriert sich vermehrt auf Stillleben, Landschaften und Portraits.
Unser Blumenstillleben ist eines der wenigen in dieser Zeit entstehenden Gemälde. Imposant ist die harmonische Farbigkeit, die gegenüber dem Frühwerk eine deutliche Aufhellung der Farbpalette aufweist. Die einzelnen Farbtöne sind fein aufeinander abgestimmt und erreichen dadurch eine besondere Ausdrucksstärke. Damit bezeugt Frank seine führende Stellung als bedeutender Kolorist der „verlorenen Generation“.
Das Stillleben nimmt in Franz Franks Œuvre, das über 1.500 Ölbilder, zudem Aquarelle und Zeichnungen sowie ein umfassende graphisches Werk umfasst, eine herausragende Stellung ein, da sich der Künstler diesem Thema mit besonderer Aufmerksamkeit und Hingabe gewidmet hat.
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