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  • Lothar Fischer

    Germersheim 1933 - Baiersbrunn 2004_Biografie

    Kleid III, 1969

    Bronze, Unikat

    Auf der Unterseite signiert:

    "Lothar Fischer"

    30 x 8 x 5cm

    Werkverzeichnis Dornacher 438

     

    Euro 3.800,-

    Die Bronze „Kleid III“ von 1969 weist eine äußerst schlanke, hohe Form mit bewegter Oberflächenstruktur auf. Von einem rechteckigen, flachen Sockel verjüngt sich die Plastik etwa bis auf drei Viertel ihrer Gesamthöhe. Über einer ringförmigen Wölbung erweitert sich die Bronze schließlich stark und bildet an zwei gegenüberliegenden Stellen kurze „Arme“ aus.

    Nach seinen informellen Plastiken während seiner Tätigkeit mit der Künstlergruppe SPUR wendet sich Lothar Fischer nach Beendigung seiner Mitgliedschaft bei der Gruppe GEFLECHT Ende der 1960er Jahre wieder der Gegenständlichkeit zu. Über die Auseinandersetzung mit der Pop Art, die ihn nicht inhaltlich sondern nur formal interessiert, entwickelt er seine so genannten „Hüllenplastiken“. Diese körperlosen Gewandfiguren stellen seine wichtigste Werkphase dar und beschäftigen ihn bis Mitte der 1970er Jahre. Der Mensch bleibt während Fischers weiterer künstlerischer Tätigkeit das zentrale Thema.
    Bei unserer Bronze handelt es sich um die Hülle einer weiblichen Figur und damit um ein Motiv, dem sich der Künstler in seiner Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körperin besonderem Maße widmet. Typisch für seine oftmals archaisch anmutenden Figuren ist die überlängte Darstellung der unteren Körperhälfte, die auch bei „Kleid III“ zu finden ist. Im Gegensatz zu späteren Werken Fischers, die durch ihre Symmetrie und die Geschlossenheit der Form streng und starr erscheinen, wirkt unsere Bronze dynamisch und bewegt, wozu insbesondere die Struktur der Oberfläche beiträgt.
     
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  • Edvard Frank

    Korchenbroich 1909 - 1972 Saarlouis

    Landschaft

    Aquarell
    signiert und datiert:"Frank 70"

    Blattgröße: 48 x 62 cm

    Euro 950,-

    Das Aquarell „Landschaft“ von 1970 zeigt eine abstrahierte, aus organisch geformten Farbfeldern aufgebaute Gebirgslandschaft in verschiedenen Grau- und Violetttönen sowie einzelnen blauen, roten und gelben Akzenten. Den schmalen Raum zwischen den einzelnen Feldern füllt der Künstler kontrastreich mit verschiedenen Farbtönen.

    Zu Beginn seiner künstlerischen Ausbildung kommt Edvard Frank während seines Studiums in Trier 1926 bis 1930 durch die Ruinen der Augusta Treverorumin Kontakt mit römischer Kunst und Architektur, die sein Interesse für antike Kunst wecken. Diese hat nicht nur großen Einfluss auf sein Frühwerk, sondern ist auch für sein gesamtes weiteres Schaffen von Bedeutung. So zählen zu seinen bevorzugten Motiven antikisierende Landschafts- und Figurenbilder. Er widmet sich vorrangig dem Aquarell und der Zeichnung und schafft nur wenige Arbeiten in Öl sowie einige Fresken.
    Nach einem ersten Aufenthalt in Rom 1934/1935 unternimmt Frank ab den 1950er Jahren zahlreiche Reisen in den Mittelmeerraum – er besucht u.a. Südfrankreich, Italien, Griechenland, Kleinasien und Tunesien – und in der Folge hellt sich seine Farbpalette deutlich auf. Stilistisch zeigt sich eine starke Tendenz zur Abstraktion, die ab Ende der 1960er Jahre in (fast) abstrakten Kompositionen gipfelt.
    Mosaikartig setzen sich die einzelnen, fast monochromen Farbfelder unserer „Landschaft“ zusammen, sodass ein flächiger Eindruck entsteht. Im Gegensatz zu vielen anderen Arbeiten lässt der Künstler die Zwischenräume nicht weiß, sondern akzentuiert die einzelnen Farbfelder mit korrespondierenden Farben und erzielt damit eine außergewöhnliche Wirkung.
     
     
     
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    ../galerie/Frank_Edvard/Landschaft_1_big.jpg 700 537
  • Franz Frank

    Kirchheim unter Teck 1897 - 1961 Marburg

    Blumenstillleben

    Öl auf Leinwand
    Unten mittig signiert und datiert:
    "F 1935"
    Größe: 73,5 x 59,5cm

    Provenienz:

    Privatsammlung USA
    Franz Frank Ausstellung "...mit der Farbe musizieren" im Freilichtmusem Hessenpark, Neu Anspach, 2009

    Euro 4.800,-

    Das Blumenstillleben von 1935 zeigt einen üppigen Blumenstrauß mit Mohn und Margeriten in einer großen, blauen Vase vor hellem Hintergrund. Mit breitem Pinselstrich und pastosem Farbauftrag gemalt weist das Gemälde eine bunte Farbigkeit auf.

    Während seiner künstlerischen Ausbildung 1921 bis 1925 an der Stuttgarter Kunstakademie beeinflussen Franz Frank weniger seine Professoren als vielmehr befreundete Maler und vor allem die Gemälde Emil Noldes und die Arbeiten Lovis Corinths. Nach ersten Ölgemälden im Jahre 1924 widmet sich Frank sowohl sozialkritischen Themen – u.a. illustriert er 1928 in einer graphischen Bildermappe das kommunistische Manifest von Marx und Engels, findet jedoch keinen Verleger – als auch Landschaften, Stillleben und Familienbildern. In den 1930er Jahren gelten den Nationalsozialisten die Werke Franks als „entartet“ und er wird aus dem Lehramt an der Pädagogischen Akademie in Kassel entlassen. Daher arbeitet Frank im Verborgenen und konzentriert sich vermehrt auf Stillleben, Landschaften und Portraits.
    Unser Blumenstillleben ist eines der wenigen in dieser Zeit entstehenden Gemälde. Imposant ist die harmonische Farbigkeit, die gegenüber dem Frühwerk eine deutliche Aufhellung der Farbpalette aufweist. Die einzelnen Farbtöne sind fein aufeinander abgestimmt und erreichen dadurch eine besondere Ausdrucksstärke. Damit bezeugt Frank seine führende Stellung als bedeutender Kolorist der „verlorenen Generation“.
    Das Stillleben nimmt in Franz Franks Œuvre, das über 1.500 Ölbilder, zudem Aquarelle und Zeichnungen sowie ein umfassende graphisches Werk umfasst, eine herausragende Stellung ein, da sich der Künstler diesem Thema mit besonderer Aufmerksamkeit und Hingabe gewidmet hat.
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© Copyright 2010 Galerie und Kunsthandel Draheim. Alle Rechte vorbehalten. Impressum

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