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  • Edvard Frank

    Korchenbroich 1909 - 1972 Saarlouis

    Landschaft

    Aquarell
    signiert und datiert:"Frank 70"

    Blattgröße: 48 x 62 cm

    Euro 950,-

    Das Aquarell „Landschaft“ von 1970 zeigt eine abstrahierte, aus organisch geformten Farbfeldern aufgebaute Gebirgslandschaft in verschiedenen Grau- und Violetttönen sowie einzelnen blauen, roten und gelben Akzenten. Den schmalen Raum zwischen den einzelnen Feldern füllt der Künstler kontrastreich mit verschiedenen Farbtönen.

    Zu Beginn seiner künstlerischen Ausbildung kommt Edvard Frank während seines Studiums in Trier 1926 bis 1930 durch die Ruinen der Augusta Treverorumin Kontakt mit römischer Kunst und Architektur, die sein Interesse für antike Kunst wecken. Diese hat nicht nur großen Einfluss auf sein Frühwerk, sondern ist auch für sein gesamtes weiteres Schaffen von Bedeutung. So zählen zu seinen bevorzugten Motiven antikisierende Landschafts- und Figurenbilder. Er widmet sich vorrangig dem Aquarell und der Zeichnung und schafft nur wenige Arbeiten in Öl sowie einige Fresken.
    Nach einem ersten Aufenthalt in Rom 1934/1935 unternimmt Frank ab den 1950er Jahren zahlreiche Reisen in den Mittelmeerraum – er besucht u.a. Südfrankreich, Italien, Griechenland, Kleinasien und Tunesien – und in der Folge hellt sich seine Farbpalette deutlich auf. Stilistisch zeigt sich eine starke Tendenz zur Abstraktion, die ab Ende der 1960er Jahre in (fast) abstrakten Kompositionen gipfelt.
    Mosaikartig setzen sich die einzelnen, fast monochromen Farbfelder unserer „Landschaft“ zusammen, sodass ein flächiger Eindruck entsteht. Im Gegensatz zu vielen anderen Arbeiten lässt der Künstler die Zwischenräume nicht weiß, sondern akzentuiert die einzelnen Farbfelder mit korrespondierenden Farben und erzielt damit eine außergewöhnliche Wirkung.
     
     
     
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  • Franz Frank

    Kirchheim unter Teck 1897 - 1961 Marburg

    Blumenstillleben

    Öl auf Leinwand
    Unten mittig signiert und datiert:
    "F 1935"
    Größe: 73,5 x 59,5cm

    Provenienz:

    Privatsammlung USA
    Franz Frank Ausstellung "...mit der Farbe musizieren" im Freilichtmusem Hessenpark, Neu Anspach, 2009

    Euro 4.800,-

    Das Blumenstillleben von 1935 zeigt einen üppigen Blumenstrauß mit Mohn und Margeriten in einer großen, blauen Vase vor hellem Hintergrund. Mit breitem Pinselstrich und pastosem Farbauftrag gemalt weist das Gemälde eine bunte Farbigkeit auf.

    Während seiner künstlerischen Ausbildung 1921 bis 1925 an der Stuttgarter Kunstakademie beeinflussen Franz Frank weniger seine Professoren als vielmehr befreundete Maler und vor allem die Gemälde Emil Noldes und die Arbeiten Lovis Corinths. Nach ersten Ölgemälden im Jahre 1924 widmet sich Frank sowohl sozialkritischen Themen – u.a. illustriert er 1928 in einer graphischen Bildermappe das kommunistische Manifest von Marx und Engels, findet jedoch keinen Verleger – als auch Landschaften, Stillleben und Familienbildern. In den 1930er Jahren gelten den Nationalsozialisten die Werke Franks als „entartet“ und er wird aus dem Lehramt an der Pädagogischen Akademie in Kassel entlassen. Daher arbeitet Frank im Verborgenen und konzentriert sich vermehrt auf Stillleben, Landschaften und Portraits.
    Unser Blumenstillleben ist eines der wenigen in dieser Zeit entstehenden Gemälde. Imposant ist die harmonische Farbigkeit, die gegenüber dem Frühwerk eine deutliche Aufhellung der Farbpalette aufweist. Die einzelnen Farbtöne sind fein aufeinander abgestimmt und erreichen dadurch eine besondere Ausdrucksstärke. Damit bezeugt Frank seine führende Stellung als bedeutender Kolorist der „verlorenen Generation“.
    Das Stillleben nimmt in Franz Franks Œuvre, das über 1.500 Ölbilder, zudem Aquarelle und Zeichnungen sowie ein umfassende graphisches Werk umfasst, eine herausragende Stellung ein, da sich der Künstler diesem Thema mit besonderer Aufmerksamkeit und Hingabe gewidmet hat.
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  • Winfred Gaul

    Düsseldorf 1928 - 2003 Düsseldorf_Biografie

    ohne Titel, 1961

    Mischtechnik auf Karton

    Rückseitig signiert, datiert und gewidmet:

    "Herrn Prof. Will Grohmann zugeeignet in Verehrung und Dank für sein Verständnis und seine Freundschaft. Weihnachten 1961, Gaul"

    65 x 50cm

    Provenienz:

    Sammlung Prof. Will Grohmann

     

     

    Euro 3.800,-

    Das unbetitelte Gemälde von 1961 zeigt auf einem hellen Hintergrund verschiedenfarbige, lang gezogene Pinselstriche mit dünnem Farbauftrag in meist senkrechter oder diagonaler Ausrichtung. Durch Verwischen der Farben wird die ohnehin schwache Farbintensität noch einmal verringert. Abgesehen von einigen schwarzen und leuchtend gelben Farbspuren, die am linken und rechten Rand des Kartons besonders hervortreten und damit Akzente setzen, zeigt das Gemälde eine zurückgenommene Farbigkeit.
    Es handelt sich hier um ein Werk der so genannten „Wischbilder“, die Winfred Gaul um 1960 geschaffen hat. Obwohl die Arbeiten Gauls anfangs noch der informellen Kunst zugeordnet werden können, entstehen sie im Gegensatz zu den Werken vieler anderer Künstler des Informel nicht in spontaner Malweise und damit aus dem Unbewussten heraus, sondern unterliegen einem konzeptionellen Ansatz, der die Malerei selbst in den Mittelpunkt rückt. Die intellektuelle Reflexion seines Schaffens begleitet Gaul bei der Entwicklung verschiedener Stile, deren konstantes Element stets die Auseinandersetzung mit der Farbe ist.
    So steht auch bei unserem Gemälde, das vollkommen frei ist von jeglichen erzählerischen oder gegenständlichen Elementen, die Farbe im Vordergrund, wenngleich sie aufgrund ihrer Schlichtheit sehr reduziert ist.
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© Copyright 2010 - 2012 Galerie und Kunsthandel Draheim. Alle Rechte vorbehalten. Impressum

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