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  • Hermann Bartels

    Riesenburg 1928 - 1989 Düsseldorf

    Weisslich, 1962

    Harz auf weissem Karton

    Rechts unten signiert:"Bartels"

    Rückseitig mit der Werknummer 250 versehen, signiert und 1962 datiert

    65 x 50cm

    Literatur: Hermann Bartels, Werkverzeichnis der Gouachen, Aquarelle und Harzbilder auf Papier und Karton der Jahre 1955 - 1962

    Provenienz: Privatsammlung Felbach, Privatsammlung Wiesbaden

     

    Euro 6.500,-

    Unsere Arbeit von 1962 ist eine monochrome, abstrakte Komposition in einemweißlichen Farbton. Im Zentrum sind horizontale Spuren von der Bearbeitung der Farbmasse mit dem Spachtel erkennbar. Durch das Verschieben des Harzes von der Mitte der Bildfläche nach Außen verdichtet sich das Material am linken und rechten Rand in zwei senkrecht verlaufenden, organisch bewegten Streifen. Diese zeigen eine intensivere Farbigkeit als der Rest des Bildes.

    Es handelt sich bei diesem Kunstwerk um ein Harzbild aus Bartels Reihe der monochromen Spachtelbilder, die der Künstler von 1959 bis 1963 geschaffen hat. Merkmal dieser Bilder ist das Relief der Farbmasse auf dem Bildträger, das durch die Bewegung des Materials mit dem Spachtel entsteht. Abhängig von der jeweiligen Struktur führt das Relief bei Lichteinfall zu unterschiedlichen Effekten der Reflektion und ist somit ein wesentliches Gestaltungsmittel. So entsteht auch die Wirkung unseres Spachtelbildes durch die Verteilung des Harzes auf dem Karton.
     
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  • Joseph Beuys

    Krefeld 1921 - 1986 Düsseldorf_Biography

    Wirtschaftswert

    Signierte und mit "Wirtschaftswert" betitelte Gelatinetüte der "VEB Gewürzmühle Magdeburg"
    Größe: 11,7 x 7,5 cm

    Euro 1.250,-

    Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine braune, hochrechteckige Papiertüte mit dem leicht schräg gesetzten Stempel der VEB Gewürzmühle Magdeburg in der unteren rechten Ecke. Dieser gibt neben dem Firmennamen auch den Inhalt, das Füllgewicht, den Preis sowie diverse Nummern an. In der oberen Hälfte der Tüte befindet sich – ebenfalls leicht schräg – mit Bleistift ausgeführt die Signatur „Joseph Beuys“ und die Bezeichnung „1 Wirtschaftswert“.

    Seit den 1960er Jahren verwendet Beuys neben den herkömmlichen Materialien des Bildhauers vorgefundene Gegenstände, die er miteinander kombiniert oder – wie bei unserem Werk – mit Zusätzen oder Anmerkungen versieht.

    Diese Gelatinetüte steht im Zusammenhang mit einer Installation Beuys’ aus dem Jahr 1980 mit dem Titel „Wirtschaftswerte“, die 1984 in der Ausstellung von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf unter der kuratorischen Leitung von Kaspar König in der Messe Düsseldorf gezeigt wurde: Der Künstler arrangierte überwiegend aus der DDR stammende Lebensmittel in Tüten, Schachteln, Dosen und Gläsern – wie unsere Arbeit mit seiner Signatur und der Bezeichnung „Wirtschaftswert“ versehen – auf sechs Eisenregalen und positionierte davor einen gegossenen Gipsquader, dessen abgebröckelte Ecken und Kanten mit Fett bestrichen waren. Den Hintergrund dieser an ein Warenlager erinnernden Installation bildeten historische Gemälde, die damit als traditionelle Kunstwerke einen Gegenpol zu den alltäglichen Objekten darstellten

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  • Joseph Beuys

    Krefeld 1921 - 1986 Düsseldorf_Biography

    Wirtschaftswert

    Signierte, mit "Wirtschaftswert" betitelte und dem Stempel "FREE INTERNATIONAL UNIVERSITY" versehene "Rosenkohlpackung" der "Volkseigenen Saatgutbetriebe der DDR"
    Größe: 10,5 x 7 cm

    Euro 1.250,-

    Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine bräunliche, hochrechteckige Papiertüte mit gelben Streifen. Außer der gedruckten Firmenbezeichnung der Volkseigenen Saatgutbetriebe der DDR in grüner Schrift auf gelbem Grund, befindet sich im Zentrum die Kennzeichnung des Inhalts, des Füllgewichts, des Preises sowie diverse Nummern. Beuys versieht die Verpackung zudem mit dem runden Stempel der Free International University sowie seiner Signatur und der Bezeichnung „1 Wirtschaftswert“.

    Um 1960 beendet Beuys seine konventionelle bildhauerische Tätigkeit und wendet sich auch experimentellen künstlerischen Aktivitäten zu. Grundlage seiner Objektkunst sind – wie bei unserem Werk – häufig vorgefundene Gegenstände.
    Unsere Verpackung der Rosenkohlsamen steht im Zusammenhang mit einer Installation Beuys’ aus dem Jahr 1980 mit dem Titel „Wirtschaftswerte“. Der Künstler arrangierte hierfür überwiegend aus der DDR stammende Lebensmittel in Tüten, Schachteln, Dosen und Gläsern – wie unsere Arbeit mit seiner Signatur und der Bezeichnung „Wirtschaftswert“ versehen – auf sechs Eisenregalen und positionierte davor einen gegossenen Gipsquader, dessen abgebröckelte Ecken und Kanten mit Fett bestrichen waren. Den Hintergrund dieser an ein Warenlager erinnernden Installation bildeten historische Gemälde, die damit als traditionelle Kunstwerke einen Gegenpol zu den alltäglichen Objekten darstellten.
    Die Free International University, auch Freie Internationale Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung oder Freie Internationale Universität genannt – gegründet am 27. April 1973 von Joseph Beuys, Klaus Staeck, Georg Meistermann und Willi Bongard in Beuys’ Düsseldorfer Atelier – sollte der Gesellschaft als Plattform zur offenen Kommunikation ihrer sozialen Zukunft dienen. Das Hauptanliegen des Vereins, der bis 1988 bestand, war die grundlegende Erneuerung des Bildungswesens.
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© Copyright 2010 Galerie und Kunsthandel Draheim. Alle Rechte vorbehalten. Imprint

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