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  • Robert Deletang

    Preuilly sur Claise 1874 - 1951 Châtellerault

    Hernani/Spain

    Oil on canvas/cardboard, signed, titled "Hernani" and dated 1922
    Size: 5,9 x 10,2 in.

    Euro 950,-

    Das Gemälde von 1922 zeigt den engen Ausschnitt einer Straßenszene der baskischen Stadt “Hernani” in Spanien. Der wohl mit Natursteinen gepflasterte Platz im Vordergrund wird auf der linken Seite durch ein hohes Gebäude begrenzt. Am rechten Bildrand führt eine angeschnittene steinerne Treppe auf eine parallel zur Bildfläche verlaufende Steinmauer, die in der linken Bildhälfte durch einen breiten Durchgang unterbrochen ist. Nur an dieser Stelle ist die Sicht in die Ferne auf weitere Gebäude frei. Die beiden am oberen Bildrand auf der Mauer in einander entgegen gesetzten Richtungen laufenden Personen vor blauem Himmel sind zur Hälfte von der steinernen Brüstung verdeckt.

    Zu den bevorzugten Bildthemen des französischen Malers und Illustrators Robert Adrien Delétang gehören Szenen des Lebens im Baskenland. So zeigen seine Gemälde baskische Volksfeste, Stadtansichten, Dorfplätze, Stierkämpfe sowie figürliche Szenen von Bauern oder Marktleuten.
    Delétang malt unsere Straßenszene mit schnellen, einerseits langen und schmalen andererseits einzelnen kurzen und teilweise punktförmigen Pinselstrichen. Für den Hintergrund am oberen Bildrand tupft er die Farbe nur mit der Pinselspitze auf, sodass die dicht nebeneinander gesetzten blauen und grünen Punkte an die Farbzerlegung des Pointillismus denken lassen. Vielfach beschränkt sich der Maler auf die Darstellung der Umrisslinien und reduziert die Binnenzeichnung auf das Wesentliche. Daher sind viele Bereiche des Gemäldes von der Farbe unberührt, sodass die Struktur der Leinwand sichtbar ist. In der farblichen Gestaltung konzentriert sich Delétang auf wenige Farben: Außer den Primärfarben Rot, Gelb und Blau verwendet er Grün und Schwarz und kombiniert diese zu einer harmonischen Einheit.
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  • Herm Dienz

    Koblenz 1891 - 1980 Bonn

    Magic flute

    Oil on board, signed and dated 1958

    On the reverse old exhibition lable: "WINTER-AUSSTELLUNG 1959, DER BILDENDEN KÜNSTLER VON RHEINLAND UND WESTFALEN IM KUNSTPALAST, DÜSSELDORF, EHRENHOF.

    18,7 x 13,8 in.

    Euro 1.600,-

    Das Gemälde mit dem Titel „Die Zauberflöte“ von 1958 ist eine abstrakte Komposition in verschiedenen Brauntönen mit weißen, gelben und blauen Akzenten. In der Bildmitte bilden auf dunkelbraunem Grund überwiegend rechtwinklige, hellbraune Formen mit betonten Umrisslinien eine U- oder V-Form. Diese kantige Struktur wird von verschiedenfarbigen, größeren und kleineren Farbtupfen überlagert und zudem an einigen Stellen von waagerechten Linien durchkreuzt. Den überwiegenden Raum der Bildfläche nehmen verschiedene Brauntöne ein. Am äußersten Bildrand begrenzt schließlich ein im unteren Bereich durch angedeutete Schatten fast dreidimensional wirkender braun-schwarzer Rahmen die Komposition.

    Herm Dienz’ stilistische Entwicklung führt ihn von impressionistischen Anfängen zu expressionistisch beeinflussten Werken in den 1920er Jahren. In den folgenden zwei Jahrzehnten aus finanziellen Gründen und durch die Hindernisse des Nationalsozialismus eingeschränkt, vollzieht er Ende der 1940er Jahre einen künstlerischen Neuanfang, der ihn immer stärker zur Abstrahierung führt. Im Anschluss an eine Reise nach Paris im Jahre 1951, wo er die abstrakten Innovationen der Avantgarde und insbesondere die lyrisch-abstrakte Variante der École de Paris studiert, pendeln seine Werken immer stärker zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. In den Jahren 1958/1959 löst sich Dienz schließlich konsequent vom Gegenstand und schafft informelle Werke, meist im Stil des Tachismus mit kleinteiligen, häufig pastosen Farbtupfen. Dieser abstrakten Phase folgt bereits Anfang der 1960er die Rückkehr zur Figuration, die in den folgenden Jahren und Jahrzehnten unterschiedlichen Tendenzen unterliegt.
    Unser Gemälde von 1958 entsteht somit während der kurzen Zeitspanne, in der Dienz ausschließlich abstrakte Werke schafft. Deutlich sind die tachistischen Elemente erkennbar, die während dieser Phase zu den dominierenden Gestaltungsmitteln des Künstlers zählen und bei unserem Werk in besonders ansprechender Farbwahl mit gedeckten Farben kombiniert sind.
    Gegenstandsbezüge finden sich bei Dienz zwar nicht direkt in den abstrakten Kompositionen, wohl aber indirekt durch die Titel der Bilder. Diese legen häufig nahe, dass ein Gegenstand, eine Stimmung oder ein Ereignis Anstoß für seine Werke ist. Im Hinblick auf „Die Zauberflöte“ geht vor diesem Hintergrund – und berücksichtigt man auch der Tatsache, dass die Liebe zur Musik Dienz seit frühester Kindheit begleitet und er zudem in schwierigen Zeiten Trost und Rückzug im eigenen Spiel an seinem Flügel findet – vermutlich auch unserem Gemälde ein entsprechendes Ereignis voraus, sei es ein Opernbesuch oder ein Klavierkonzert.
     
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  • Adolf Erbslöh

    New York 1881 - 1947 Irschenhausen_Biography

    Badende 1908

    Oil on canvas, signed

    Size: 21,3 x 18,2inches

    The painting is listed in the hand written work list by the artist with the title "Badende" Nr. 26

    Report by the ankle Hans-Jürgen Erbslöh

    Provenance:
    Collection Heinrich Reiß, Munich
    Private collection North Germany

    Preis auf Anfrage

    Das Gemälde „Badende“ von 1908 zeigt in neoimpressionistischer Malweise einen stehenden, weiblichen Akt mit leicht zur Seite geneigtem Kopf am Ufer eines Sees. Dem Betrachter frontal zugewandt spannt die Figur mit erhobener rechter und gesenkter linker Hand hinter ihrem Rücken ein großes Tuch. Die Bäume am gegenüberliegenden Ufer und der blaue Himmel spiegeln sich in der glatten Oberfläche des Wassers.
    Es handelt sich hier um ein Frühwerk des Künstlers, das noch dem Pointillismus verpflichtet ist. Dementsprechend sind die überwiegend in Pastelltönen gehaltenen Farben in einzeln nebeneinander angeordneten Tupfen – an einigen Stellen dichter und fast flächendeckend, an anderen Stellen dagegen vereinzelter – aufgetragen. Erbslöh hat die unterschiedlichen Farben in breiten Pinselstrichen unmittelbar nebeneinander gesetzt und keine fließenden Übergänge durch ein Vermischen geschaffen. Erst mit einigem räumlichen Abstand verschmelzen die einzelnen Punkte für den Betrachter miteinander und durch diese additive Farbmischung entsteht im Auge des Betrachters eine neue Farbe, die leuchtender und lebendiger ist als die entsprechende Farbe, die durch das Mischen auf der Palette entstanden wäre. Dies ist in besonderem Maße auch bei der „Badenden“ zu beobachten, die in einer harmonischen Kombination aus leuchtenden, freundlichen Farben komponiert ist.
     
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    ../galerie/Erbslh_Adolph/_Badende__1_big.jpg 478 562 ../galerie/Erbslh_Adolph/_Badende__very_big.jpg

© Copyright 2010 - 2012 Galerie und Kunsthandel Draheim. All rights reserved. Imprint

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