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  • Adolf Erbslöh

    New York 1881 - 1947 Irschenhausen_Biography

    Badende 1908

    Oil on canvas, signed

    Size: 21,3 x 18,2inches

    The painting is listed in the hand written work list by the artist with the title "Badende" Nr. 26

    Report by the ankle Hans-Jürgen Erbslöh

    Provenance:
    Collection Heinrich Reiß, Munich
    Private collection North Germany

    Preis auf Anfrage

    Das Gemälde „Badende“ von 1908 zeigt in neoimpressionistischer Malweise einen stehenden, weiblichen Akt mit leicht zur Seite geneigtem Kopf am Ufer eines Sees. Dem Betrachter frontal zugewandt spannt die Figur mit erhobener rechter und gesenkter linker Hand hinter ihrem Rücken ein großes Tuch. Die Bäume am gegenüberliegenden Ufer und der blaue Himmel spiegeln sich in der glatten Oberfläche des Wassers.
    Es handelt sich hier um ein Frühwerk des Künstlers, das noch dem Pointillismus verpflichtet ist. Dementsprechend sind die überwiegend in Pastelltönen gehaltenen Farben in einzeln nebeneinander angeordneten Tupfen – an einigen Stellen dichter und fast flächendeckend, an anderen Stellen dagegen vereinzelter – aufgetragen. Erbslöh hat die unterschiedlichen Farben in breiten Pinselstrichen unmittelbar nebeneinander gesetzt und keine fließenden Übergänge durch ein Vermischen geschaffen. Erst mit einigem räumlichen Abstand verschmelzen die einzelnen Punkte für den Betrachter miteinander und durch diese additive Farbmischung entsteht im Auge des Betrachters eine neue Farbe, die leuchtender und lebendiger ist als die entsprechende Farbe, die durch das Mischen auf der Palette entstanden wäre. Dies ist in besonderem Maße auch bei der „Badenden“ zu beobachten, die in einer harmonischen Kombination aus leuchtenden, freundlichen Farben komponiert ist.
     
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  • Gerhard Fietz

    Breslau 1910 - 1997 Stuttgart _Biography

    without Title

    Pastell and chalk on paper, signed and datedund (19)53/105 datiert

    Sheet size: 18,1 x 24,6in.

    Euro 2.700,-

    Unser Blatt zeigt die abstrakte Komposition einer aus feinen Linien und kräftigen Konturen verdichteten schwarzen Struktur auf hellem Grund. Diese fast dreidimensional wirkende Struktur verdeckt zur Hälfte einen gelben Kreis mit verwischten Konturen im Zentrum des Blattes. Zudem finden sich einzelne rötliche, grünliche, violette und gelbe Akzenten innerhalb des schwarzen Liniengefüges.

    Nach seinen künstlerischen Anfängen in naturalistisch geprägtem Stil – dazu zählen neben seinem weitgehend im Krieg zerstörten Frühwerk auch seine Landschafts- und Portraitzeichnungen, die er als Soldat in Russland anfertigt – orientiert sich Gerhard Fietz nach 1945 neu und wendet sich der Abstraktion zu. Zusätzlich zu seinen Experimenten mit Farbe, Form und Linie befasst er sich auch auf theoretischer Ebene mit den Möglichkeiten der ungegenständlichen Malerei. Die Arbeiten seiner weiteren künstlerischen Tätigkeit können verschiedenen Werkgruppen zugeordnet werden. Ein besonderes Merkmal dieses Neubeginns ist auch die Einführung fortlaufender Nummerierungen zur Bezeichnung seiner Bilder anstelle von Titeln; für Ausstellungen wurden einige Werke nachträglich betitelt.
    Unsere Komposition „53/105“ ist zeitlich und stilistisch am Übergang von zwei Werkgruppen zu verorten: Etwa ab 1950 dominieren in der Werkgruppe „Zeichen“ abstrakte, meist auf wenige Farben und Schwarz reduzierte Kompositionen, die von einer kalligraphischen Formensprache geprägt sind. Bei der sich ab Mitte der 1950er Jahre anschließenden Werkgruppe „Abstraktes und Strukturelles“ löst sich die vormals geschlossene Form auf und die Farbe tritt – mitunter mit dem Spachtel aufgetragen – zunehmend in den Mittelpunkt. Zwar erinnert die schwarze Struktur unseres Blattes in ihrem Aufbau noch an kalligraphische Zeichen, doch sie weist nicht deren kompakte Form auf. Vielmehr deuten die unscharfen Umrisse und die unterschiedliche Farbintensität auf eine Auflösung der Form hin, die Fietz in den folgenden Jahren unter Einbeziehung weiterer Farben weiterentwickelt.
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  • Lothar Fischer

    Germersheim 1933 - Baiersbrunn 2004_Biography

    Kleid III, 1969

    Bronze, Unikat

    Auf der Unterseite signiert:

    "Lothar Fischer"

    30 x 8 x 5cm

    Werkverzeichnis Dornacher 438

     

    Euro 3.800,-

    Die Bronze „Kleid III“ von 1969 weist eine äußerst schlanke, hohe Form mit bewegter Oberflächenstruktur auf. Von einem rechteckigen, flachen Sockel verjüngt sich die Plastik etwa bis auf drei Viertel ihrer Gesamthöhe. Über einer ringförmigen Wölbung erweitert sich die Bronze schließlich stark und bildet an zwei gegenüberliegenden Stellen kurze „Arme“ aus.

    Nach seinen informellen Plastiken während seiner Tätigkeit mit der Künstlergruppe SPUR wendet sich Lothar Fischer nach Beendigung seiner Mitgliedschaft bei der Gruppe GEFLECHT Ende der 1960er Jahre wieder der Gegenständlichkeit zu. Über die Auseinandersetzung mit der Pop Art, die ihn nicht inhaltlich sondern nur formal interessiert, entwickelt er seine so genannten „Hüllenplastiken“. Diese körperlosen Gewandfiguren stellen seine wichtigste Werkphase dar und beschäftigen ihn bis Mitte der 1970er Jahre. Der Mensch bleibt während Fischers weiterer künstlerischer Tätigkeit das zentrale Thema.
    Bei unserer Bronze handelt es sich um die Hülle einer weiblichen Figur und damit um ein Motiv, dem sich der Künstler in seiner Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körperin besonderem Maße widmet. Typisch für seine oftmals archaisch anmutenden Figuren ist die überlängte Darstellung der unteren Körperhälfte, die auch bei „Kleid III“ zu finden ist. Im Gegensatz zu späteren Werken Fischers, die durch ihre Symmetrie und die Geschlossenheit der Form streng und starr erscheinen, wirkt unsere Bronze dynamisch und bewegt, wozu insbesondere die Struktur der Oberfläche beiträgt.
     
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© Copyright 2010 - 2012 Galerie und Kunsthandel Draheim. All rights reserved. Imprint

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