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  • Karl Otto Götz

    Aachen 1914 - lives in Wolfenacker_Biography

    ohne Titel, 1956

    Gouache auf Karton.

    Links unten signiert, datiert und gewidmet:

    "K.O. Götz, 30.I.57"  "in L. Ahlers zugeeignet"

    Rückseitig datiert:

    31.XI.56 und eine III im Kreis.

    50 x 65cm

    Provenienz:

    Sammlung Ahlers

    Privatsammlung Mannheim

      

     

    Preis auf Anfrage

    Die unbetitelte Gouache von 1956 zeigt eine abstrakte Komposition mit ausgeprägten Schwüngen in starkem Schwarz-Weiß-Kontrast. Unter Verwendung des Rakels und des Pinsels schafft Götz mit fließenden Bewegungen verbindende Passagen zwischen den hellen und dunklen Partien.
    Es handelt sich um ein frühes Werk in der von Karl Otto Götz entwickelten so genannten Rakeltechnik: In schnellen Arbeitsgängen grundiert der Künstler zunächst den Bildträger (Leinwand oder Karton) mit Kleister und trägt dann mit dynamischen Pinselstrichen die flüssige Farbe auf. Anschließend benutzt er Gummirakel verschiedener Größe um die Farbe zu verschieben und wegzuschleudern. Zum Abschluss verbindet er helle und dunkle Partien mit einem trockenen Pinsel. Diesem eigentlichen Malvorgang, der in hoher Geschwindigkeit erfolgt, liegt ein aufwändig erarbeitetes, abstraktes Schema zugrunde, das Götz häufig in Gouachen und Skizzen vorbereitet. Somit sind die von Bewegung geprägten Werke das Ergebnis sowohl von rationalen und reflexiven als auch emotionalen und spontanen Elementen, da der Künstler durch die Schnelligkeit der praktischen Arbeit einen Teil seiner Kontrolle aufgibt. Erst nach Abschluss des Malvorgangs entscheidet der Künstler, ob das Resultat mit seiner künstlerischen Konzeption übereinstimmt.
    Auch auf unserer Gouache ist die dynamische Handschrift Götz’ deutlich zu sehen, mit der er die Formen auflöst, indem er in kraftvollem Duktus mit dem Rakel quasi Negativformen in das Bild hineinzeichnet und durch den anschließenden Einsatz des Pinsels das gestische Element seines Werkes noch einmal verstärkt. In der Summe ergibt sich ein harmonischer Rhythmus aus schwungvollen Rakel- und Pinselzügen, die in ihrer Reduzierung auf Schwarz und Weiß dem bevorzugten Kontrast des Künstlers entsprechen.
     
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  • Karl Otto Götz

    Aachen 1914 - lives in Wolfenacker_Biography

    ohne Titel

    Farbige Bleistift und Kugelschreiberzeichnung, 1998
    Mitte unten signiert:"K.O.Götz"
    Am oberen Rand datiert und mit einer Widmung versehen

    Größe: 15 x 10,5 cm

    Euro 480,-

    Das Blatt zeigt zwischen Widmung, Datierung und Signatur eine mit grünem Bundstift sowie rotem und schwarzem Kugelschreiber in schwungvoller Linienführung ausgeführte, abstrakte Zeichnung. Neben lang gezogen Linien finden sich auch kleine Kreise und kurze, gebogene Striche.

    Es handelt sich um eine von Karl Otto Götz wiederholt ausgeführte Schnellzeichnung, die der Künstler zudem stets mit seinem Namenszug und Datum versieht. Wie der Vergleich mit anderen Versionen zeigt, folgt das scheinbar wirre Durcheinander der Linien einer präzisen Komposition. So zeigen sich trotz der offensichtlichen Schnelligkeit der Ausführung erstaunlich exakte Übereinstimmungen in der Linienführung. Die schnelle Durchführung seiner Werke nach einer häufig längeren Phase der Vorbereitung ist ein typisches Merkmal der Arbeitsweise Götz’ und trifft insbesondere auch für seine berühmten Rakelbilder zu.
    Die Besonderheit unseres Blattes liegt in der Verwendung mehrerer Farben, nutzt der Künstler für seine Schnellzeichnungen mit Kugelschreiber oder Filsstift doch sonst nur Schwarz. Mithilfe der zusätzlichen Farben betont Götz zum einen bestimmte Stellen der Zeichnung, indem er vor allem im oberen Bereich einige Linien doppelt – d.h. mit zwei Stiften – zeichnet. Andere Partien wiederum führt er nur in farbigen Linien aus, zum Beispiel die großen roten Schwünge im unteren Bereich, und ersetzt damit die üblicherweise schwarzen Linien durch farbige. Durch die farbige Gestaltung setzt Götz reizvolle Akzente, die unserem Blatt eine besonders ansprechende Wirkung verleihen und es zudem deutlich von den übrigen Schnellzeichnungen abhebt.
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  • Otto Greis

    Frankfurt/Main 1913 - 2001 Bad Soden

    Komposition, 1974

    Aquarell auf Papier, signiert und datiert:
    "Greis 74"

    Größe: 37 x 35 cm

    Euro 950,-
    (ohne Rahmen)

    Die abstrakte Komposition von 1974 in den Primärfarben Rot, Gelb und Blau auf weißem Grund konzentriert sich strahlenförmig um das leicht nach unten verschobene Zentrum des Blattes. Die einzelnen Linien führt der Künstler mit schmalen oder auch breiteren Pinselstrichen aus, während er große Teile des Blattes unberührt lässt.

    Nach privatem Mal- und Zeichenunterricht bei dem Frankfurter Maler und Graphiker Johann Heinrich Höhl beginnt Otto Greis seine künstlerische Tätigkeit in den 1930er Jahren mit Landschaftsaquarellen in leuchtender Farbigkeit. Die enge Freundschaft mit Ernst Wilhelm Nay führt in der Nachkriegszeit zu einem intensiven Austausch beider Künstler über gestalterische Fragen. Zudem lassen Greis’ Werke dieser Zeit eine Auseinandersetzung mit Paul Klee und Paul Cézanne erkennen. Der Besuch der zweiten großen Ausstellung der Künstlergruppe „CoBrA“ in Lüttich – insbesondere die tachistischen Werke Jean René Bazaines hinterlassen bei Greis einen nachhaltigen Eindruck – und ein kurzer Aufenthalt in Paris führen im Dezember 1951 zu Greis’ ersten informellen Gemälden. Im Gegensatz zu den beiden anderen Künstlern der „Quadriga“, Karl Otto Götz und Bernard Schultze, löst sich Greis, wie später auch Heinz Kreutz, bereits Mitte 1950er Jahre vom Informel. Nach einer Werkphase sehr pastosen Farbauftrages wendet er sich zunehmend – insbesondere seit seinem Umzug nach La Frette sur Seine bei Paris 1957 – Gemälden mit transparenten Farbschichten und Aquarellen zu, die seine Beschäftigung mit Licht und Farbe widerspiegeln. Inspiration für diese, sein Werk fortan bestimmenden Arbeiten findet Greis einerseits durch das Studium Alter Meister auf seinen Reisen nach Italien und andererseits durch die Erlebnisse der Licht- und Farbveränderungen an der Seine und während seiner zahlreichen Aufenthalte im Mittelmeerraum.
    In den 1970er Jahren unternimmt Otto Greis gemeinsam mit seiner Frau jedem Sommer Bootsreisen auf dem Mittelmeer und setzt die Eindrücke des Lichts in seinen Werken um. Unser Aquarell aus dem Jahre 1974 ist ein herausragendes Beispiel dieser Werkphase, das insbesondere aufgrund seiner farblichen Gestaltung besonders gelungen ist. Der Künstler beschränkt sich auf die Primärfarben, die in ihrer warmen Tönung eine anregende Atmosphäre schaffen und zusammen mit der strahlenförmigen Anordnung der einzelnen Elemente Assoziationen an die strahlende Sonne eines heißen Sommertages wecken.
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© Copyright 2010 Galerie und Kunsthandel Draheim. Alle Rechte vorbehalten. Imprint

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