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  • Rolf Hans

    Frankfurt 1938 - 1996 Basel

    purpur-gelb, 1966

    Pastell auf Bütten

    Rechts unten signiert und datiert:

    "R.Hans 1966"

    Rückseitig signiert, datiert und betitelt

    63 x 49cm

     

    Literatur und Abbildung:

    Rolf Hans, Schauspiel im Stillen, Seite 25

    Euro 2.200,-

    Das Pastell „purpur-gelb“ von 1966 zeigt horizontal ausgerichtete Linien, Streifen und Balken in den titelgebenden Farben und verschiedenen Farbtönen von Orange, Blau und Grau sowie Weiß. Während sich am oberen Bildrand ein fließender Übergang von Weiß zu Gelb zeigt, stoßen die übrigen Farben direkt aneinander und überlagern sich teilweise.

    Es handelt sich bei unserem Pastell um ein Werk aus der Reihe der „Streifenbilder“, die im Anschluss an die „Fleckenbilder“ 1966 und 1967 entstehen. Beeinflusst durch das Color Field Painting von Barnett Newman und Mark Rothko folgt Rolf Hans weiterhin der Erforschung der Farbe als Ausdrucksmittel seiner Malerei und steigert deren Wirkung durch die Reduzierung der Komposition auf Farbfelder. Typisch für die Entstehungszeit unserer Arbeit ist die waagrechte oder senkrechte Anordnung der verschiedenfarbigen Streifen und Linien in einer rhythmischen Folge, die der Künstler ähnlich einem musikalischen Werk komponiert. In der äußerst gelungenen farblichen Gestaltung von „purpur-gelb“ dominieren warme Orange- und Gelbtöne, die Hans mit Violett- und Blautönen ergänzt. Diese harmonische Farbkombination weckt beim Betrachter Assoziationen an einen Sonnenuntergang am Meer und stellt möglicherweise die malerische Umsetzung von Eindrücken aus der Natur dar, die der Künstler während einer Reise nach Ibiza gesammelt hat.
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  • Rolf Hans

    Frankfurt 1938 - 1996 Basel

    Figure XXI

    Wood, signed, dated 1995 and titled

    Size with base: 59 inches

    Euro 4.800,-

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  • Erich Heckel

    Döbeln 1883 - 1970 Berlin_Biography

    Knabenkopf

    Lithograph on Japan paper, signed in pencil, titled and dated (19)27

    from the total edition of 20

    size of plate: 10,5 x 8,4 inches
    sheet-size: 23 x 17,2 inches

    Literature: Dube L 281

    Euro 4.500,-

    Die Lithographie mit dem Titel „Knabenkopf“ von 1927 zeigt das Schulterstück eines jungen Burschen mit kurzen Haaren im Dreiviertelprofil nach links. Zu beiden Seiten des jugendlichen Kopfes mit festem, zur Seite gewandtem Blick sind zwei leicht gebogene Linien erkennbar, die den hoch liegenden Horizont markieren. In der unteren linken Bildecke befindet sich über den nackten Schultern des Jungen ein kleines Segelboot.

    Neben Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen umfasst das künstlerische Schaffen Erich Heckels auch ein umfangreiches druckgraphisches Werk, insbesondere Holzschnitte und Lithographien. Letzteren widmet sich der Künstler parallel zu seinen malerischen Werken bereits ab 1907. Zu seinen bevorzugten Motiven zählen auch in diesem Medium die Landschaft und der Mensch.
    In den 1920er Jahren unternimmt Heckel von seinem Berliner Wohnsitz aus zahlreiche Reisen, unter anderem nach Südfrankreich und Italien. Zudem hält er sich in den Sommermonaten von 1913 bis 1943 alljährlich – unterbrochen nur während des Ersten Weltkrieges – an der Flensburger Förde in dem kleinen Dorf Osterholz auf. Der dortige Strand mit Steilküste und das hügelige Hinterland ist Schauplatz vieler Badeszenen und Landschaftsansichten. Häufig tauchen auch die so genannten Sommerkinder – Söhne oder Töchter seiner Schwester oder von Freunden, die ihre Sommerferien in Osterholz verbringen – in Heckels Strandszenen auf.
    In diesem Zusammenhang könnte auch „Knabenkopf“ entstanden sein, enthält die Lithographie mit dem kleinen Segelboot doch einen Bezug zu den sommerlichen Aufenthalten an der Ostsee oder den Reisen in den Süden. Darüber hinaus verweist auch der unbekleidete Oberkörper des dargestellten Jungen auf den freien Umgang mit Körperlichkeit, der auch Heckels Aktdarstellungen von Badenden am Strand prägt.
    Stilistisch entwickelt Heckel nach Kriegsende eine größere Naturnähe, die mit weicheren Formen und einer harmonisch beruhigten Komposition einhergeht. So führt Heckel den „Knabenkopf“ mit ruhiger Linienführung detailliert in Form eines klassischen Dreiviertelprofils aus.
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© Copyright 2010 Galerie und Kunsthandel Draheim. Alle Rechte vorbehalten. Imprint

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