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  • Albert Hennig

    Leipzig 1907 - 1998 Zwickau_Biography

    Komposition, 1965

    Farbige Kreide auf Karton

    Rechts unten signiert und datiert:
    "A.Hennig 65"

    Größe: 23,5 x 29,5 cm

    Euro 1.900,-

    Die Komposition mit schwarzem Grund von 1965 zeigt neben- und übereinander angeordnete abstrakte Formen, die vor allem in der linken Bildhälfte an abstrahierte Häuser mit zum Teil hell erleuchteten Fenstern erinnern. Die schwebenden, sich teilweise durchdringenden Flächen, Linien und Punkte führt der Künstler in leuchtenden Farben aus.

    Albert Hennig beginnt seine künstlerische Tätigkeit zunächst autodidaktisch auf dem Gebiet der Fotografie, bevor er ab 1932 Schüler am Bauhaus in Dessau und Berlin wird. Angeregt durch Josef Albers widmet sich Hennig fortan verstärkt der Zeichnung und setzt sich mit dem freien Spiel von Formen und Farben auseinander. Während des Nationalsozialismus dienstverpflichtet und nach 1945 von der offiziellen, dem sozialistischen Realismus verpflichteten Kulturpolitik der DDR enttäuscht, übt Hennig über längere Zeit wieder seinen erlernten Beruf als Betonbauer aus, ist aber weiterhin – und ab 1972 wieder freischaffend – künstlerisch tätig.
    Stilistisch entwickeln sich Hennigs Werke von gegenständlichen Arbeiten – überwiegend Landschaften, Portraits und figürliche Szenen – über erste abstrakte Arbeiten im Jahre 1952 hin zu abstrakten Kompositionen einerseits und gegenständlichen Werken andererseits, die parallel zueinander entstehen, sowie einer Kombination aus abbildenden und abstrakten Elementen ab den 1960er Jahren.
    Bei unserer Komposition von 1965 kombiniert Hennig die auf ihre Grundformen reduzierten Häuser – nebeneinander aufgereihte Hochhäuser und frei stehende Gebäude – mit abstrakten Formen, die zwar vielerlei Assoziationen hervorrufen, jedoch nicht eindeutig zu identifizieren sind. Durch das Nebeneinander der Formen und Farben entsteht kaum eine räumliche Wirkung, sodass die einzelnen Elemente frei zu schweben scheinen. Dennoch lässt die Anordnung der einzelnen Elemente zueinander an die Ansicht einer Stadt unter einem Sternenhimmel denken.
    Trotz des verhältnismäßigen Überwiegens von Schwarz vermittelt die farbliche Gestaltung eine freundlich heitere Atmosphäre, da die kräftigen Farben, die von Gelb und Orange über Rosa, Violett und Blau bis zu Grün reichen, durch den dunklen Hintergrund umso strahlender wirken.
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  • Albert Hennig

    Leipzig 1907 - 1998 Zwickau_Biography

    Komposition, 1966

    Farbige Kreide auf Karton

    Rechts unten signiert:

    :"A.Hennig"

    Größe: 22,5 x 30,5 cm

    Euro 1.900,-

    Die abstrakte Komposition von 1966 zeigt Linien, Flächen und geometrische Formen auf schwarzem und lilafarbenem Grund. In der rechten Bildhälfte dominieren größere Farbflächen, die sich teilweise überlagern, sowie kleinere und größere Dreiecke mit kontrastreichen oder durch die Farbintensität betonten Konturlinien. Die linke Seite dagegen prägen ein großer Kreis mit grüner Umrisslinie und ein orange-blaues Element, das entfernt an ein stilisiertes Gebäude erinnert. Schmale, kantige Linien in zartem Orange und leuchtendem Rot verbinden beide Bildhälften miteinander.

    Albert Hennigs künstlerische Tätigkeit wird bereits während der Ausbildung – nach autodidaktischen, fotografischen Anfängen ist er einer der letzten Bauhaus-Schüler – durch die Nationalsozialisten unterbrochen und anschließend durch die Kulturpolitik der DDR stark behindert. Erst mit Beginn seiner Rente widmet sich Hennig 1972 wieder ausschließlich der Malerei. Er schafft sowohl gegenständliche als auch abstrakte Kompositionen und kombiniert auch abbildende mit abstrakten Elementen in einem Werk. Hennigs Œuvre umfasst neben einer Vielzahl an Zeichnungen auch Aquarelle, Pastelle, farbige Monotypien und Holzschnitte, wobei er ein kleines Format bevorzugt.
    Hennig konzentriert sich bei unserer abstrakten Komposition überwiegend auf geometrische Formen und die farbliche Gestaltung mit Komplementärkontrasten. So finden sich in dem stilisierten Gebäude in der oberen linken Ecke die komplementären Farben Orange und Blau; darüber hinaus kontrastiert die grüne Umrisslinien des Kreises mit den leuchtend roten Linien, die zudem in der rechten Bildhälfte zu einer geometrischen Figur verbunden sind. Damit erzielt der Künstler eine harmonische und durch die sich gegenseitig verstärkenden, leuchtenden Farben dennoch anregende Wirkung.
     
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  • Richard Herber

    Biebrich 1899 - 1974 Mainz

    Stillife

    oil on cardboard, monogrammed, about 1950

    31,2 x 24,2 inches

    Euro 1.100,-

    Unser Karton zeigt ein mit dynamischen Pinselstrichen gemaltes Blumenstillleben mit weißem Flieder und einigen grünen Blättern in einer schlanken, mittig eingezogenen Vase. Der in Übergängen von Violett bis Weiß gehaltene Hintergrund ist nur wenig definiert; eine am linken Bildrand diagonal verlaufende Linie deutet eine gerade Ebene – wohl eine Tischplatte – an.

    Während des Ersten Weltkrieges absolviert Richard Herber eine Lehre als Lithograph in Wiesbaden und besucht anschließend die Schule für Kunst und Handwerk in Mainz und von 1920 bis 1923 die Graphikklasse von Franz Karl Delavilla des Städelschen Kunstinstitutes in Frankfurt am Main. Ab Mitte der 1920er Jahre beteiligt sich Herber an verschiedenen Ausstellungen, u.a. in den Berliner Galerien Fritz Gurlitt und Nierendorf. Von den Nationalsozialisten als „entartet“ gebrandmarkt und mit Ausstellungsverbot belegt setzt Herber seine Ausstellungstätigkeit ab 1946 fort und ist Mitbegründer der „Gruppe 50“ in Wiesbaden.

    Nach einer Lehre im Malerhandwerk Ende der 1930er Jahre arbeitet Herber als Berufsschullehrer zunächst in Schlesien und ab 1948 in Rüsselsheim am Main. Parallel dazu widmet er sich verstärkt der Malerei. In dieser Zeit entsteht unser Blumenstillleben in expressiven Pastellfarben, das ohne dekoratives Beiwerk auskommt und damit die Konzentration des Künstlers auf sein Motiv verdeutlicht. Auffällig ist der Kontrast zwischen den scharfen Konturen der Vase, die zudem durch eine halbseitig verlaufende, schwarze Umrisslinie vom Hintergrund abgehoben ist, und der verwischt unscharfen Darstellung der weißen Blütenblätter, die mit dem Hintergrund zu verschwimmen scheinen. Die Verbindung von pastellfarbenen Violetttönen mit leuchtendem Grün als hervorstechende, farbliche Akzente im Zentrum des Kartons verleiht unserem Werk eine besonders reizvolle Wirkung

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© Copyright 2010 - 2012 Galerie und Kunsthandel Draheim. All rights reserved. Imprint

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