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  • Louis Icart

    Toulouse 1888 - 1950 Paris

    Le Chále Venitien

    Farbradierung, 1921

    Rechts unten signiert: "Louis Icart"

    Links unten undeutlich nummeriert, darunter die geprägte "Windmühle"

    Links oben in der Platte bezeichnet:
    "Publié par l\\\\\\\\\\\\\\\'Estampe Moderne, 14 rue de Richelieu, Paris 1921

    Rechts oben in der Plate bezeichnet:
    "Copyright 1921 by the F.H.Bresler & Co Milwaukee, USA

    Plattengröße: 37 x 22 cm
    Blattgröße: 60 x 40 cm

    Im originalen Rahmen

    Euro 980,-

    Die Farbradierung “Le Chále Venitien” von 1921 zeigt einen stehenden weiblichen Akt mit lockigem rotem Haar in einem bodenlangen, über Schultern und Arme drapierten, schwarzen Umgang mit federartigem Abschluss. Das Gesicht hinter einer schwarzen Halbmaske verborgen posiert die schlanke junge Frau in schwarzen Pumps mit leicht abgewandtem Körper vor einem schwarzgrauen Paravent mit floralem Dekor und blickt den Betrachter mit zur Seite geneigtem Kopf direkt an. Das linke Bein angewinkelt und angehoben lehnt sie den Oberkörper nach hinten, sodass ihr Körper eine bewegte Pose einnimmt.

    In seiner Kindheit interessiert sich Louis Icart für das Theater und lernt durch die Museen und Galerien seiner Heimatstadt Toulouse die darstellenden und bildenden Künste kennen. Im Anschluss an seine Übersiedlung nach Paris im Jahre 1907 konzentriert er sich auf Malerei und Zeichnung und arbeitet zunächst bei einer Postkartenfirma. Nach anfänglichen Kopien nach bestehenden Bildern schafft Icart bald eigene Kompositionen und veröffentlicht diese erfolgreich in diversen Magazinen. Aufgrund seines großen Interesses für Mode lernt Icart schnell die Grundlagen des Modedesigns und ist als Illustrator für führende Pariser Modehäuser tätig. Zudem widmet er sich der Druckgrafik – meist Aquatinta oder Kaltnadelradierungen – und stellt diese aufgrund der großen Nachfrage häufig in zwei Auflagen her; die Blätter der Auflage für den amerikanischen Markt weisen ein zusätzliches, von der Louis Icart Society in New York entwickeltes Siegel in Form einer Windmühle mit den Initialen LI und dem Zusatz PARIS auf. Nach zahlreichen Ausstellungen in Paris stellt Icart seine Werke ab 1922 auch wiederholt in New York aus.
    Das vorherrschende Thema der Radierungen Icarts sind reizvolle junge Frauen, die der Künstler gekleidet in der neuartigen, von einfachen, anschmiegsamen Linien geprägten Mode des beginnenden 20. Jahrhunderts mit sinnlicher, häufig erotischer Ausstrahlung und in selbstbewusster Pose darstellt. Stilistisch orientiert sich Icart nicht an zeitgenössischen künstlerischen Bewegungen, sondern leitet seinen eigenen Stil von seinen Studien französischer Meister des 18. Jahrhunderts wie Jean Antoine Watteau, François Boucher und Jean Honoré Fragonard ab.
    Unsere Farbradierung ist ein schönes Beispiel der für Icart typischen Frauenportraits der Goldenen Zwanziger, die das Pariser Leben der emanzipierten Frauen der Epoche des Art Déco widerspiegeln. Bekleidet lediglich mit einem extravaganten Umhang und schwarzen Pumps stellt der Künstler hier neben dem modischen Aspekt das Element der Sinnlichkeit, Erotik und Sexualität in das Zentrum seiner Darstellung: Vermeintlich unerkannt hinter ihrer Maske präsentiert die rothaarige Dame selbstbewusst und doch teilweise hinter ihrem Umhang verborgen ihren Körper, ohne ihn vollständig darzubieten.
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  • Louis Icart

    Toulouse 1888 - 1950 Paris

    Le Robe de Chine

    Farbradierung, 1926

    Rechts unten signiert:
    "Louis Icart"

    Links unten limmitiert, Exemplar: 2/3 darunter die geprägte "Windmühle"

    Links oben in der Platte bezeichnet:
    "Copyright 1926 by Les Graveurs Modernes, 194 Rue de Rivoli, Paris

    Rechts oben in der Plate bezeichnet:
    "Copyright 1921 by the F.H.Bresler & Co Milwaukee, USA

    Plattengröße: 40 x 48 cm
    Blattgröße: 50 x 57 cm

    Literatur und Abbildung: Holland, Catania, Isen, Nr. 276, Seite 132

    Im originalen Rahmen

    Euro 980,-

    Die Farbradierung „Le Robe de Chine“ von 1926 zeigt eine blond gelockte, junge Frau in Seitenansicht auf einer mit weißem Bärenfeld bedeckten, nach rechts ansteigenden Ebene liegend. Ihren nach hinten gelehnten Oberkörper verdeckt fast vollständig ein weit über das Bärenfell drapierter, überwiegend schwarzer Umhang mit grün-rot-gelbem Pfauenfedermuster. Während ihr linker Fuß in grünen Pumps auf dem Bärenkopf in der linken unteren Bildecke ruht, winkelt sie das rechte Bein stark an und umfängt es zusätzlich mit beiden Händen. Den Kopf nach links frontal zum Betrachter gewandt, blickt die junge Dame nach rechts unten aus dem Bild heraus.

    Louis Icart übersiedelt 1907 nach Paris und beginnt seine künstlerische Tätigkeit bei einer Postkartenfirma. Im Laufe der nächsten Jahre veröffentlicht er seine eigenen Arbeiten in verschiedenen Magazinen – unter anderem erhält er den Auftrag, das Cover des Magazins La Critique Theatrale zu illustrieren – und anderen Publikationen, vor allem in Modekatalogen. In der Folgezeit kombiniert er seine Liebe für schöne Frauen mit seinem Interesse für Mode und konzentriert sich auf reizvolle Frauenportraits in modischer und sinnlicher bis erotischer Darstellung, die er meist als Aquatinta oder Kaltnadelradierung schafft, und erzielt damit neben der weltweiten künstlerischen Anerkennung auch einen finanziellen Erfolg. Außer seinen berühmten, sein Œuvre bestimmenden Frauendarstellungen widmet sich Icart auch ernsten, patriotischen Themen, die im Ersten Weltkrieg im unmittelbaren Zusammenhang mit seinem Kriegsdienst an der Front entstehen bzw. während des Zweiten Weltkrieges seine Erlebnisse im besetzten Paris dokumentieren.
    Neben seinen druckgrafischen Arbeiten – er schafft über 500 Radierungen, zudem Buchillustrationen, Lithografien, Poster, Postkarten, Umschläge für Speisekarten und Werbedrucke – widmet sich Icart in deutlich geringerem Umfang auch der Zeichnung, Aquarellen sowie Gemälden.
    In der lasziven Körperhaltung unserer blonden Schönheit und dem dekorativ ausgebreiteten, modischen Umhang erkennt man die für Icart typische Inszenierung der Szene. Eine Besonderheit bildet der scheu zur Seite gewandte Blick, der bei aller körperlichen Freizügigkeit eine gewisse Zurückhaltung und Selbstversunkenheit ausdrückt.
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  • Alexandre Istrati

    Dorohoi 1915 - 1991 Paris

    ohne Titel, 1960

    Öl auf Leinwand

    Links unten signiert und datiert:

    "A. Istrati ` 60"

    Rückseitig nochmals signiert und datiert, sowie mit einem Richtungspfeil versehen.

    74 x 61cm

    Provenienz: Galerie Liatowitsch, Basel

    Euro 5.600,-

    Das unbetitelte Gemälde von 1960 zeigt eine abstrakte Komposition mit pastosem Farbauftrag in einem Grundton aus Hell- und Dunkelgrau. Über die gesamte Bildfläche verteilt finden sich kleine farbige Akzente in Blau, Rot, Grün und Orange, die sich an einigen Stellen des Bildes konzentrieren. Der dicke Farbauftrag weist eine stark reliefierte Oberfläche auf und gibt an einigen Stellen die Sicht auf den braunen Malgrund frei.
    Es handelt sich hier um ein dem Informel verpflichtetes Werk, dem sich Istrati im Anschluss an seine Anfangsphase in Paris mit Merkmalen der geometrischen Abstraktion zuwendet: Der pastose Farbauftrag lässt deutlich die Spuren des Malprozesses erkennen, dem der Künstler zum Abschluss einige Farbtupfer hinzufügt, die in starkem Kontrast zur ansonsten tristen Farbigkeit des Gemäldes stehen und dem Werk damit einen besonderen Reiz verleihen. In Kombination mit der unregelmäßigen Oberfläche ergibt sich für den Betrachter der Anschein von pulsierender Bewegung.

     

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© Copyright 2010 - 2012 Galerie und Kunsthandel Draheim. All rights reserved. Imprint

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