Bacharch, Marktplatz mit Kamel und Schaustellern
Gottfried Johann Pulian
Aquarell
rechts unten monogrammiert und unleserlich datiert "18??"
Größe: 21,5 x 27 cm
Rahmen: 47,5 x 56,5 cm
Aufwendig gerahmt, Museumsglas
Künstlerbiografie
Gottfried Johann Pulian
Gottfried Johann Pulian war der Sohn eines Seilmachers aus Meissen. Er erhielt zunächst Unterricht bei Heinrich Gotthelf Schaufuß und besuchte ab 1826 die Staatliche Zeichenschule in Meißen, wo er auch von 1828 bis 1829 Schüler von Adrian Ludwig Richter war. Anschließend studierte er bis 1832 an der Kunstakademie Dresden bei Carl August Richter. Von 1838 bis 1842 setzte er seine Studien an der Kunstakademie Düsseldorf bei Johann Wilhelm Schirmer fort.
Pulian heiratete Hubertina Clara Gertrud, geborene Morschheuser, und wirkte bis zu seinem Tod 1875 in Düsseldorf. Er war Gründungsmitglied des Düsseldorfer Künstlervereins Malkasten, mit dem er zwischen 1848 und 1875 gemeinschaftlich ausstellte. Außerdem zählte er zu den Gründern des Vereins der Düsseldorfer Künstler. Dort engagierte er sich in der „Bilderversendungscommission“.
Er schuf Ansichten vom Mittel- und Niederrhein, der belgischen Niederlande, Oberbayerns und des Salzburger Landes. Wie es für Vertreter der Düsseldorfer Schule üblich war, malte Pulian hauptsächlich in plein-air, meistens Ölskizzen, auf deren Basis er in seinem Atelier später das einzelne Werk ergänzte. Sein Gemälde Das Rathaus von Gent, Amtseinführung eines Bürgermeisters in der Zeit der spanischen Herrschaft, zu dem Carl Clasen die Figuren malte, war ein Exponat der Düsseldorf Gallery in New York.
Die Werke Pulians sind u. a. im Besitz des Düsseldorfer Kunstmuseums, von Museen in Aachen, Bonn, Kiel, Mönchengladbach sowie in der Nationalgalerie Berlin und im Kunsthaus Zürich. Das vermutlich größte Konvolut an Werken Pulians bewahrte bis 1942 das Suermondt-Ludwig-Museum Aachen. Zum Schutz vor Bombenangriffen ab 1942 in die Albrechtsburg nach Meißen ausgelagert, gelangten sie nach dem Zweiten Weltkrieg auf unbekannten Wegen in die Sowjetunion und galten bisher als verschollen.