Christian Arnold
Fürth 1889 - 1955 Bremen_Biografie
Christian Arnold beginnt seine künstlerische Ausbildung 1905 mit einer Bildhauerlehre an der Fachhochschule für Holz in Fürth und lässt sich nach einer längeren Wanderschaft 1908 in Bremen als Holzbildhauer nieder. Eine Verwundung während seines Kriegsdienstes an der Ostfront führt zur Lähmung seiner linken Hand und zwingt ihn zur Aufgabe der Bildhauerei. Nach einem kurzen Studium der Malerei an der Kunstgewerbeschule in Bremen bildet sich Arnold ab 1918 autodidaktisch weiter, während er als technischer Zeichner im Elektrizitätswerk in Bremen arbeitet. Ab 1924 widmet er sich vollständig der Tätigkeit als Maler und Grafiker, tritt dem Künstlerbund Bremen bei und entwickelt nach expressionistischen Anfängen neue Ausdrucksformen im Stil der Neuen Sachlichkeit. Ein Besuch in Prag und ein Kuraufenthalt in St. Peter-Ording inspirieren den Künstler Ende der 1920er Jahre zu neuen Motiven. 1933 wird Arnold aus dem Künstlerbund ausgeschlossen und erhält Ausstellungsverbot. Seinen Lebensunterhalt verdient er ab 1939 als Zeichner auf der Bremer Schiffswerft. Zwischen 1942 und 1945 wird Arnold wiederholt wegen „Führerbeleidigung“ bzw. „staatsfeindlicher Äußerungen“ inhaftiert. Anfang der 1950er Jahre findet Arnold trotz gesundheitlicher Einschränkungen zu seiner alten Produktivität zurück und widmet sich motivisch neben Ruinenbildern als neuem Sujet wie vor dem Krieg überwiegend Landschaften, Städtebildern, Stillleben und Portraits.

